"Helm ab zum Gebet"

Mehr als 1000 Besucher kamen am Freitagabend zum "Großen Zapfenstreich" nach Gingen. Anlass war das 100-jährige Bestehen des Musikvereins.

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Für drei Tage hat der Gingener Musikverein die gesamte Bevölkerung zum Feiern des 100-jährigen Jubiläums eingeladen. Los gings am Freitagabend mit dem "Großen Zapfenstreich". Letztmals war dieser in Gingen vor rund drei Jahrzehnten geboten worden - damals unter Mitwirkung von Bundeswehrsoldaten und Verteidigungsminister Manfred Wörner, der im Kreis Göppingen beheimatet war.

Am wetterbegünstigten Freitag hingegen standen nicht militärische Ehren im Vordergrund, sondern das Vereinsjubiläum. Offiziell ist der "Große Zapfenstreich" eine feierliche, am Abend abgehaltene Militärzeremonie, die ihren Ursprung in der Zeit der Landsknechte um 1596 hat. Er gilt zwar als höchste militärische Zeremonie, wird aber in Deutschland auch von zivilen Musikkapellen zu besonderen Anlässen abgehalten - wie eben jetzt zu einem Vereinsjubiläum.

Entsprechend dieser Vorgaben, gings am Freitagabend auch nach strengen Ritualen. Während sich am Rande des Sportplatzes die vielen Besucher eingefunden hatten (es waren über 1000 in Dreier- und Viererreihen), marschierte Bürgermeister Marius Hick in Begleitung der Landtagsabgeordneten Sascha Binder (SPD) und Nicole Razavi (CDU) auf. Mit dabei auch Altbürgermeister Nagel und als Vertreter des Landkreises Göppingen Kämmerer Günther Stolz.

Der Aufmarsch zum "Großen Zapfenstreich" im Takt des Yorkschen Marsches wurde angeführt von Fahnen- und Fackelträgern, gefolgt vom Spielmannszug aus Blaubeuren, dem Gingener Jubiläumsverein, der Zimmerstutzengesellschaft und der Freiwilligen Feuerwehr Gingen. Das Kommando für alle vorgegebenen Aktionen kam von Reinhold Schauer, dem Kommandant der örtlichen Feuerwehr. Er machte zu Beginn und am Ende der Veranstaltung "Meldung" bei Bürgermeister Marius Hick.

Dazwischen kamen die vorgegebenen Elemente - wie das "Locken" durch den Spielmannszug, der Preußische Zapfenstreichmarsch, der Fanfarenruf und der Ruf zum Gebet.

Dem Kommando "Helm ab zum Gebet" folgte das Stück "Ich bete an die Macht der Liebe".

Bevor Reinhold Schauer seine "Abmeldung" machen durfte , wurde nach dem Kommando "Achtung, präsentiert" die Nationalhymne gespielt.

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