"Grabschänder" empören Bad Ditzenbacher

Aufruhr in Bad Ditzenbach: Auf den Friedhöfen wurden reihenweise Grabsteine umgeworfen. Inzwischen ist klar: Die "Grabschänder" kamen vom Bauhof.

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Nachdem Bauhof-Mitarbeiter "aus Sicherheitsgründen" gleich reihenweise lockere Grabsteine auf den Ditzenbacher Friedhöfen umgelegt haben, ist der Ärger bei den betroffenen Angehörigen groß.  Foto: 

Eine böse Überraschung erlebten in der vergangenen Woche Friedhofsbesucher in Bad Ditzenbach, Gosbach und Auendorf. An mehreren Gräbern hatten Bauhofmitarbeiter angeblich instabile Grabsteine umgelegt, die nun neben den Gräbern und in manchen Fällen sogar auf der Bepflanzung lagen.

Gemeinderätin Eva Schober sprach das Vorkommnis bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates an. Da der Bauhof die Grabeigentümer nicht vorgewarnt habe, seien diese teilweise davon ausgegangen, dass die Gräber mutwillig von Unbekannten geschändet worden seien, beschwerte Schober sich.

Markus Speier, technischer Leiter der Gemeinde, erklärte daraufhin die Gründe für das Vorgehen der Bauhofmitarbeiter. Bei der Überprüfung der Grabsteine auf den drei Friedhöfen der Gesamtgemeinde seien bei insgesamt 112 Gräbern Mängel festgestellt worden. In 18 Fällen seien die Grabsteine so instabil gewesen, dass sie akut sturzgefährdet waren oder seinen Mitarbeitern sogar entgegengefallen seien, erläuterte Speier. Schon aus Sicherheitsgründen hätte der Bauhof diese Wackelkandidaten sofort umlegen müssen, um Friedhofsbesucher nicht zu gefährden.

Teilweise sei es nicht möglich gewesen, die Grabsteine nach hinten umzulegen, deshalb habe man sie nach vorne auf die Bepflanzung umlegen müssen.

Da alles schnell gehen musste, hätten die Besitzer der 18 Gräber vorher nicht benachrichtigt werden können, betonte Speier.

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