"Gefangene" für einen Tag

Die Polizei hat der Klasse 1/2 der Geislinger Wirtschaftsschule einen Blick hinter die Kulissen ermöglicht. Im Rahmen des Zisch-Projekts durften die Schüler das Polizeirevier vor Ort besuchen.

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Vor einem Polizeiauto stellten sich die Zisch-Reporter mit Geislingens Revierleiter Manfred Malchow zum Gruppenfoto auf.

Kürzlich traf sich die Klasse 1/2 der Wirtschaftsschule vor dem Polizeirevier in Geislingen. Wir standen im Eingangsbereich und fragten uns, was wir heute alles erfahren würden und wie der Tag wohl abläuft. Nach der Einweisung von unserer Deutschlehrerin Carolin Alber ließ uns Manfred Malchow, der Leiter der Dienststelle, in den Besprechungsraum. Dort standen uns neben Malchow auch Jürgen Köder und Harald Issler zur Verfügung. Die Polizisten stellten sich vor, danach erzählte der Revierleiter uns viele Allgemeinheiten zur Polizeistelle und den Außenstellen. Wir hörten aufmerksam zu -und die meisten waren erstaunt, wie viele Fälle die Polizei zu bewältigen hat.

Nach der kurzen Vorstellung waren wir dann dran mit unseren Themen. Die Zeit verging wie im Fluge, und wir bemerkten nicht, dass wir den Polizisten schon seit fast zwei Stunden Löcher in den Bauch fragten. Die Beamten zeigten uns noch die verschiedenen beschlagnahmten Waffen.

Nach der Fragerunde machten wir das Gruppenbild vor dem Polizeiauto und danach bekamen wir einen Einblick ins Innere des Wagens. Uns wurde erklärt, was sich alles in einem Auto befinden muss und wozu die Sachen gut sind. In dem Polizeirevier wurde uns noch die Zentrale gezeigt. Wir waren erstaunt, was für eine Technik die Beamten benutzen. Die Zentrale ist ein wichtiger Raum, da dort alle Funksprüche angenommen und weitergeleitet werden. In der Zentrale trafen wir noch auf ein paar weitere Beamten, die gerade im Dienst waren.

Dann ging es ab in den Keller. Dort befinden sich die Ausnüchterungszellen und die Arrestzellen, auf die wir besonders gespannt waren, weil niemand von uns es sich richtig vorstellen konnte, wie diese wirklich aussehen. Wir durften die Zellen auch von innen anschauen und ein paar Schülerinnen wurden in die Ausnüchterungszelle gesperrt. Die Gefühle derSchülerinnen waren leicht zu beschreiben. Sie fühlten sich einsam und eingezwängt. Als das Licht aus ging, war es sehr dunkel in der Ausnüchterungszelle und alle waren sich einig, dass sie niemals in dieser Zelle eingesperrt sein möchten. Die Zelle ist unbequem und man muss sie selbst reinigen.

Nachdem die Schülerinnen wieder rausgelassen wurden, führten uns die Polizisten in den Schießübungsraum. Dort bekamen wir erklärt, wie man an der Waffe ausgebildet wird und auf was es ankommt. Als alles erklärt war und wir keine Fragen mehr hatten, gingen wir mit Vorfreude in den nächsten Raum. Der Verhörraum am Ende des Kellers wird auch als Erkennungsraum genutzt. Von einem Schüler wurde der Fingerabdruck genommen. Eine Schülerin stellt sich zur Verfügung, um Fotos aus der richtigen Perspektive zu machen. Die Polizisten erklärten uns dann noch, wie die Datenbank der Polizei funktioniert. Die ganze Klasse hörte den Polizisten aufmerksam zu. Kurz vor Mittag"entließ" uns einer der Polizisten. Wir standen nach der Führung noch kurz zusammen und tauschten unsere Meinungen aus, und man kann sagen, dass es jedem gefallen hat.

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