"Einsatz für das Ganze"

Letztmals hat der Kreistag in seiner alten Zusammensetzung getagt. Landrat Heinz Seiffert verabschiedete 24 Kreisräte. Verena Knöpfle war nur zwei Jahre dabei, Paul Roth und Manfred Daur dagegen 35.

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24 Kreisräte sind in dieser Woche von Landrat Heinz Seiffert verabschiedet worden. Einige von ihnen und weitere verdiente Kommunalpolitiker wurden mit Verdienstmedaillen des Landkreistags Baden-Württemberg geehrt.  Foto: 

Der am 25. Mai neu gewählte Kreistag des Alb-Donau-Kreises kommt am Montag, 22. September, zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. 24 der bisher 62 Räte werden dann nicht mehr dabei sein. Etliche waren nicht mehr angetreten, anderen hat es nicht mehr zu einem Mandat gereicht. Kurt Wörner (CDU) aus Laichingen äußerte bei der Kreistagssitzung in dieser Woche Kritik am Wahlsystem: "Nicht der Wille des Wählers entscheidet, sondern das komische Wahlrecht." Jemand, der 3800 Stimmen geholt habe, sei nicht in den Kreistag gekommen, dafür ein Kandidat mit nur 2000 Stimmen, beklagte Wörner. Beispielsweise reichte es im Wahlkreis Laichingen für den Nellinger Bürgermeister Franko Kopp (CDU) nicht mehr, mit deutlich weniger Stimmen zog der Westerheimer Pius Kneer (Grüne) ins Gremium ein. Das neue Auszählverfahren nach Sainte-Laguë/Schepers bevorzugt tendenziell kleine Gruppen. "Es gibt im Einzelfall ärgerliche, aber doch tolerierbare Ergebnisse", meinte dazu Landrat Seiffert. Die Landkreise seien für das Verfahren nicht zuständig.

Seiffert zog eine positive Bilanz der auslaufenden Wahlperiode. Seit September 2009 gab es 28 Sitzungen des Kreistags und 60 Sitzungen der beschließenden Ausschüsse. Der Kreistag habe viel bewegt, sagte Seiffert. Als Beispiele zählte er den Neubau der Magdalena-Neff-Schule in Ehingen auf, die Eröffnung des Gesundheitszentrums in Langenau, die Übernahme des Zentrums für Medizin, Pflege und Soziales in Laichingen durch die ADK GmbH, die Eröffnung des Seniorenzentrums am Schafmarktplatz in Ehingen und die Aufstockung des Bettenbaus am Krankenhaus Blaubeuren.

Weiter nannte Seiffert die Resolution zur Aufnahme der Höhlen im Ach- und Lonetal in die Weltkulturerbe-Liste, den Teilhabeplan für Menschen mit Behinderung und die Gründung des Landschaftserhaltungsverbands. Seiffert dankte den Kreisräten für die konstruktive Arbeit. Das "gemeinsame Ganze des Kreises" habe im Vordergrund gestanden. "Das ist ein Markenzeichen unseres Kreistags."

Verena Knöpfle (FW) aus Erbach saß als Nachrückerin von Hermann Krieger zwei Jahre im Kreistag, vier Jahre lang dabei war Gunnar Kirst (FW) aus Dietenheim als Nachrücker für Rudolf Aubele. Eine Periode lang waren Franko Kopp (CDU) aus Nellingen, Gisela Steinestel (Grüne) und Heinz Surek (SPD), beide aus Laichingen, im Gremium. Neun Jahre dabei war Karl-Friedrich Häcker (CDU) aus Rammingen, zehn Jahre Irene Paal (CDU) aus Erbach. Nach 15 Jahren verabschiedet wurden Benno Droste (FW) aus Oberdischingen, Jochen Grothe (FW) aus Amstetten, Brigitte Schmid (Grüne) aus Munderkingen, Gerhard Staib (FW) aus Neenstetten, Jakob Tränkle (FW) aus Blaustein und Friedhelm Werner (FW) aus Langenau (früher Laichingen). 20 Jahre lang im Kreistag wirkten Paul Glökler (CDU) aus Schelklingen, Josef Klemm (SPD) aus Dietenheim, Manfred Nothacker (CDU) aus Ehingen und Christian Stängle (Grüne) aus Rammingen. Nach 23 Jahren scheidet Günter Neubauer (SPD) aus Langenau aus, nach 25 Jahren Hans Jakob Frölich (FW) aus Setzingen und Johann Krieger (CDU) aus Ehingen. Karl Ogger (CDU) aus Heroldstatt war 30 Jahre lang im Kreistag, Paul Roth (CDU) aus Erbach und Manfred Daur (SPD) aus Blaubeuren arbeiteten gar 35 Jahre lang mit.

Auch er sei vor 35 Jahren in den Kreistag gewählt worden, sagte Heinz Seiffert. Nicht als Jüngster, denn das war damals Paul Roth. Er mache aber "noch ein paar Jährchen" weiter.

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