"Die Vernunft hat gesiegt"

Freude beim TSV Bad Boll und der Bürgerinitiative über das Ende des Trainingsplatz-Streits. Die Wala lässt ihre Ansprüche auf den Trainingsplatz fallen.

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Für Günter Dennerlein, einer der Sprecher der Bürgerinitiative gegen eine Verlegung des Sportplatzes an den Erlengarten, ist die Wende eine Überraschung - und auch wieder nicht. Es habe zwar niemand erwartet, dass die Wala den jetzigen Trainingsplatz doch noch aufgibt, nach all den Jahren der Konfrontation. Aber: "Ich habe immer an die Vernunft geglaubt", sagt Dennerlein, und die habe sich jetzt durchgesetzt. "Es wäre von Anfang an vernünftig gewesen, den Platz zu belassen", bekräftigt er. Das Ersatzspielfeld sei falsch dimensioniert und unnötig gewesen. "Wir sind froh, unser Kampf hat sich gelohnt, auch die Klage hat sich gelohnt, aber das hätte alles nicht sein müssen", resümiert Dennerlein.

Ende gut, alles gut: Dennerlein begräbt den Streit gerne. Er sei nicht nachtragend, nicht gegenüber der Wala, und nicht gegenüber der Gemeinde, mit der er so lange im Clinch lag. Der Friede kehre wieder ein - so wolle man das in dem schönen Kurort.

"Das ist genau die Lösung, die wir uns immer gewünscht haben", freut sich Gerhard Ueding, einer der Vorstände des TSV Bad Boll. Sein Verein habe immer gefordert, dass es anders gehen müsse und auch könne. Dass die Wala den Trainingsplatz nicht brauche. Ueding hadert mit der Gemeinde, dass sie den Platz überhaupt je als Planungsfeld freigegeben habe. Ueding hatte die Hoffnungen noch nicht begraben. Als der Verwaltungsgerichtshof im letzten Sommer den Bebauungsplan kippte, habe er gedacht: "Vielleicht gut, dass doch noch ein Umdenken bei der Gemeinde und der Wala einsetzt." Er ist den Anwohnern dankbar für den Druck, den sie aufgebaut hätten und der zum Erfolg geführt habe. Aus seiner Sicht war es das Gerichtsurteil, das die Umkehr bewirkt habe. Der Gewinn für den TSV: "Dass jetzt alles beieinander bleibt", sagt Ueding, "der Sportplatz und der Trainingsplatz, dass es keine Überquerungen der Straße geben muss zu einem Ersatzspielfeld östlich des Vereinsgeländes." Dass der TSV ungestört trainieren kann.

Bürgermeister Hans-Rudi Bührle drückt jetzt aufs Tempo. Möglichst noch in diesem Jahr soll der neue Bebauungsplan abgeschlossen werden. Die Wala will im ersten Halbjahr 2015 mit dem Bau des Technikums loslegen.

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