"Die Schule gehört ins Dorf"

Die Grundschule in Gosbach hat ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Fest gefeiert. Ein pralles Programm sorgte für Freude bei Kindern und Gästen. Schüler und Lehrer zeigten sich als fröhliche Gemeinschaft.

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Mit einer Aerobic-Nummer begeisterte eine Mädchengruppe, die von Lena Burkhardt, der Tochter der Schulleiterin, einstudiert worden war.  Foto: 

Unter dem Motto "Die Schule gehört ins Dorf" feierte die Ulrich-Schiegg-Schule in Gosbach am Freitagnachmittag ihr 25-jähriges Bestehen. Eine reich bebilderte Ausstellung zeigte, wie Bad Ditzenbach die Grundschule 1989 in den Ortsteil zurückgeholt hat.

Damals hatte sich eine "Initiative Grundschule Gosbach" gebildet. Immer aktiv dabei und nun auch beim Jubiläum zugegen war Walli Schweizer. Wie sehr man ihr Engagement auch heute noch schätzt, zeigte eine eigene "Walli-Fotowand". "50 Prozent der Schüler in Bad Ditzenbach waren damals aus Gosbach. Da war es naheliegend, dass man wieder eine eigene Grundschule bekommt", erklärte Walli Schweizer. In anderen Räumen wurden Schulfilme gezeigt, die die heutige Schulleiterin Elisabeth Burkhardt gerne dreht, und in einem weiteren Klassenzimmer konnte man Fußball schauen.

Das Fest war von der Klasse 4 mit der leidenschaftlichen Trommelnummer "Drums alive" eröffnet worden. "So gut wie heute hat es noch nie geklappt", freute sich Susanne Schweizer, die das Stück mit den Kindern einstudiert hatte. Sonst ist sie Übungsleiterin beim Sportverein. Bürgermeister Gerhard Ueding machte es kurz mit seinen Begrüßungsworten und gab statt einem Geschenk ein Versprechen ab: Er und der Gemeinderat wollen weiterhin für eine gute Ausstattung der Schule sorgen und sich dafür einsetzen, dass die Schule im Dorf bleibt.

"In 25 Jahren Ulrich-Schiegg-Schule gab es 25 Lehrer und 500 Grundschüler. Zehn ehemalige Lehrer sind zum Feiern gekommen", sagte Schulleiterin Elisabeth Burkhard in ihrer kleinen Ansprache. Mit momentan 71 Schülern und fünf Lehrern sei die Grundschule derzeit aufgestellt.

Dass man in Gosbach übers Klassenzimmer hinausschaut, könne man an den zahlreichen Aktivitäten der Schule erkennen, fuhr Burkhardt fort. Die Kinder besuchen die Mühle und pflanzen Bäume, sie nehmen an Kräuterführungen teil und pflegen ihren Schulgarten. Vielfältige Unterstützung bekommen sie dabei aus der Bürgerschaft und aus den Vereinen. Dafür gab es viele lobende und wertschätzende Worte.

In den 25 Jahren ihres Bestehens habe sich die Schule auch neuen Themen zugewandt, wie zum Beispiel der Inklusion (Kinder mit und ohne Behinderung werden gemeinsam unterrichtet) und der Betreuung der Schulkinder am Vormittag und in der Mittagszeit. Christine Brandmaier, Erzieherin vor Ort, betreute anfänglich vier Kinder - heute sind es 26.

Eine Tombola lockte mit einer Fahrt mit einem Heißluftballon als erstem Preis, wohl auch in Erinnerung an den Namensgeber der Schule: Ulrich Schiegg. "Der Gosbacher war der Erste, der mit einem Heißluftballon in die Lüfte stieg", erklärte Elisabeth Burkhardt. Mit einem Gedichtvortrag der Klasse 2 und dem Beitrag über ein "Rap-Huhn" der Klasse 1 erfreuten die Schüler ihre Eltern und Großeltern. Susanne Schmauz, im Dorf Lehrerin seit 23 Jahren, schilderte in heiterer Weise ihren "ersten Schultag" in Gosbach. Bei einem Flohmarkt boten die Grundschüler alte Schätze feil. Die Eltern sorgten für die kulinarische Seite des Festes. Eine Festschrift soll im Herbst die Schulgeschichte dokumentieren. In der Vorfreude darauf feierte man in Gosbach noch bis in den Abend hinein.

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