Schutzstreifen für Radfahrer

Der Gammelshäuser Gemeinderat beschließt Schutzstreifen für Radfahrer in der Ortsdurchfahrt hangaufwärts.

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Blick vom Kreisel in die Ortsdurchfahrt: Rechts soll ein Radstreifen kommen.  Foto: 

Der Gammelshäuser Gemeinderat beschloss die zeitnahe Anbringung eines Schutzstreifens für Fahrradfahrer auf der Landesstraße ab Kreisverkehr – Richtung Süden  – bis zur Einmündung Friedhofstraße. Die Zusage für die Kostenübernahme durch das Land liegt bereits vor. Ursprünglich war der Schutzstreifen nur bis zur Einmündung Fuchseckstraße vorgesehen. Der Wunsch, ihn bis zur Friedhofstraße hoch zu ziehen, war vor einigen Wochen aus dem Gremium gekommen. Bürgermeister Daniel Kohl teilte mit, dass nach Rücksprache mit dem Regierungspräsidium als Straßenbaulastträger, der Verlängerung nichts im Wege stünde. Eine Zusage des Landratsamtes liege noch nicht vor. Der 1,50 Meter breite Schutzstreifen soll mit weißer Farbe und Fahrradpiktogrammen gekennzeichnet sein.

Dem einstimmigen Beschluss gingen ein weiteres Mal Diskussionen voraus. Heike Mohring meldete noch einmal Bedenken hinsichtlich großer landwirtschaftlicher Fahrzeuge an. Walter Krummrein hielt 1,30 Meter für ausreichend und bat darum, dass die unübersichtliche Stelle im Bereich der Kirche noch einmal in Augenschein genommen werde. Dort werde im Kurvenbereich gerne geschnitten. Friedrich Weiß plädierte dafür, die Planung den Fachleuten zu überlassen und die elegante Möglichkeit, den Verkehr in der Ortsmitte zu beruhigen, zu nutzen. „Die Autofahrer müssen in diesem Bereich halt langsam tun.“

Dr. Christoph Grünwald war der gleichen Meinung wie sein Ratskollege und hielt es für unnötig, über zehn Zentimeter zu diskutieren. „Ich sehe das Risiko nicht dramatisch“ meinte er und plädierte dafür Prioritäten zu setzen und die Möglichkeit der Verkehrsberuhigung zu nutzen, die für die Gemeinde jetzt für Null-Eigeninvestition zu haben sei.

Bürgermeister Daniel Kohl machte noch einmal deutlich, dass der Schutzstreifen, der sowohl Teil der kreiseigenen Radverkehrskonzeption als auch des Rad-Netz Baden-Württembergs sei, für den steigenden Radtourismus durch die Gemeinde einen hohen Mehrwert darstellen würde. Die wegfallenden Parkmöglichkeiten könnten am östlichen Fahrbahnrand der Hauptstraße, der bislang für gewöhnlich nicht beparkt sei, untergebracht werden.

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