„Bregal, sind wir Euch egal?“

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SAM-Beschäftigte demonstrieren vor der Bregal-Zentrale in München.  Foto: 

Über 70 Beschäftigte des Böhmenkircher Automobilzulieferers SAM Automotive haben laut einer Pressemitteilung der IG Metall am Mittwoch vor dem Hauptsitz von Inhaber Bregal im Hofgarten Palais in München für mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. „Bregal, sind wir euch egal?“, riefen die Mitarbeiter begleitet von einem Trillerpfeifenkonzert und forderten den Finanz­investor auf, mehr Verantwortung für seine Beschäftigten zu übernehmen.

Arbeitsbedingungen und Löhne bei SAM seien eine Schande, beklagt die IG Metall. „Viele schämen sich, öffentlich einzugestehen, dass sie bei SAM arbeiten. Das muss sich ändern“, forderte IG-Metallsekretär Manuel Schäfer bei der Kundgebung. Die Situation unter Binder sei  schon schlimm gewesen und habe zu Reallohnverlusten bei den Beschäftigten geführt. Jetzt wolle die von Bregal installierte Geschäftsleitung, dass der Großteil der Beschäftigten weiterhin für drei Jahre auf Lohnerhöhungen verzichtet. Auch dringend benötigte Absaugeinrichtungen und Sozialräume ließen weiter auf sich warten. Selbst Geschäftsführer Peter  Markowsky habe bei seiner Antrittsrede vor 15 Monaten eingeräumt, er müsse sich schämen, wenn er Kunden durch alle Bereiche des Betriebs führe. „Dies ist nicht akzeptabel“, kritisierte der IG-Metaller

IG-Metallgeschäftsführer Martin Purschke übergab dem Seketariat von Bregal zum Schluss einen Brief. Darin wird der neue Besitzer aufgefordert,  die Verbesserung bei den Entgelten einzuleiten. Außerdem werden die Verantwortlichen eingeladen, sich vor Ort selbst ein Bild zu machen und mit den Beschäftigten direkt zu reden.

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