Polizei durchsucht Auto: Ermittlungen nach Angriffen auf Kundgebung

Nach den versuchten Angriffen auf eine Antifa-Kundgebung durch Neonazis in Uhingen ermittelt nun die Polizei. Die Rechtsextremisten hatten mehrfach versucht, am Freitagabend auf den Platz vor der Hieberschule zu gelangen.

DH |

In der Mensa beschloss der Gemeinderat an dem Abend die Unterbringung von 50 Flüchtlingen im Gasthof Nassachmühle. Die vermummten Störer wurden von der Polizei auch mit einem Hund daran gehindert, die Versammlung der rund 60 Antifaschisten zu stürmen. Immer wieder skandierten die Neonazis "Wir kriegen euch alle!"

"Die Ermittlungen laufen im Nachgang zu den Aufzügen", sagte am Montag Polizeisprecher Wolfgang Jürgens. "Da muss man vernünftig rangehen, weil das Versammlungsrecht ein hohes Gut ist", betonte er. "Mir ist aber nicht bekannt, dass jemand vermummt war." Dies ist bei angemeldeten Versammlungen verboten, die Rechtsextremen hatten aber keine Demonstration angemeldet.

Ermittelt werde unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und dem Diebstahl eines Handys. Deshalb war am Freitagabend auch das Auto eines Neonazis durchsucht worden - ohne Erfolg.

Der Eigentümer des Gasthofs Nassachmühle legt Wert auf die Feststellung, dass sein Haus für Gäste derzeit noch geöffnet ist.

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