Politik-Studentin will Kreis-SPD führen

Sie ist jung, studiert Politikwissenschaft und hat viele Ideen: Sabrina Hartmann (22) aus Salach möchte im April neue SPD-Kreisvorsitzende werden.

HELGE THIELE |

Nachdem Sascha Binder im Oktober bekannt gegeben hatte, nach knapp acht Jahren im April nicht wieder für das Amt des Kreisvorsitzenden zu kandidieren, sucht die SPD eine neue Führungskraft. Seit wenigen Tagen gibt es eine Bewerberin: Sabrina Hartmann aus Salach hat allen SPD-Mitgliedern im Kreis einen Brief geschrieben, indem sie ihre Kandidatur ankündigt. Die 22-Jährige war im Februar 2013 in die Partei eingetreten und gehört als Beisitzerin dem SPD-Kreisvorstand an. Außerdem ist Hartmann stellvertretende Kreisvorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation Jusos und Delegierte für Landesparteitage.

Die Salacherin, die an der Universität in Tübingen im siebten Semester Politikwissenschaft und Öffentliches Recht studiert, weiß, das ihre Bewerbung für den Kreisvorsitz ein mutiger Schritt ist. Doch Hartmann erklärt in ihrem Schreiben an die Parteibasis, weshalb sie sich zu diesem Schritt entschlossen hat: „In den vergangenen Jahren wurde ein gutes Fundament gelegt, auf dem es jetzt aufzubauen gilt. Dieser Aufgabe möchte ich mich stellen. Was wir jetzt brauchen, sind neue Ziele und Impulse, die auf neuen Ideen basieren. Nur dadurch können wir uns weiterentwickeln.“

Ideen hat die junge Sozialdemokratin viele, Details des von ihr ausgearbeiteten Konzepts will die Salacherin, wie sie im Gespräch mit der NWZ betonte, in den kommenden Wochen in den Ortsvereinen und Arbeitsgemeinschaften der Kreis-SPD vorstellen. Sabrina Hartmann sagt: „Derzeit gibt es einige wichtige Themen, die uns in der Kreispolitik beschäftigen und die auch mir am Herzen liegen, weil sie nahezu jeden von uns tagtäglich betreffen – sei es der Weiterbau der B 10, der Klinikneubau in Göppingen oder die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs im Kreis.“ Die Kandidatin ist überzeugt: „Von der Umsetzung dieser Projekte hängt viel für den Landkreis Göppingen und unsere Kommunen ab.“

Gewählt wird der Nachfolger – oder die Nachfolgerin – von Sascha Binders auf einer Kreisdelegiertenkonferenz am 23. April im Gasthaus „Hirsch“ in Süßen. Eine Urwahl, bei der alle 730 SPD-Mitglieder im Kreis stimmberechtigt wären, ist in der Satzung nicht vorgesehen.

Sascha Binder hatte die Führung des SPD-Kreisverbands 2007 übernommen. Auch damals hatten die Genossen auf Jugend gesetzt – und gute Erfahrungen gemacht. Binder war damals 23. Künftig will sich der 31-Jährige auf seine Mandate im Landtag, im Kreistag und im Geislinger Gemeinderat konzentrieren.

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