6000 Zuschauer verfolgen den "Rommzug" in Rechberghausen

Rund 1000 Teilnehmer zogen am Dienstag beim 29. Faschingsumzug der Narrenzunft Furchenrutscher durch Rechberghausen. Die etwa 6000 Zuschauer verfolgten das bunte Treiben voller Begeisterung.

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Fünf Sprecher stehen an den Straßenseiten und erklären kommentierend den "Rommzug" der Furchenrutscher in Rechberghausen. So auch Sprecher Rolf Lennartz, der schon mal den Hausener Narrenruf "Hausa - mach nora" mit den vielen Zuschauern am Straßenrand probt, bevor der Umzug losgeht. Im Lautsprecher ertönt lautstark: "Das wird ne heiße Nacht, denn heut' wird durchgemacht." Viele Besucher haben bei den ungemütlichen nebligen Minusgraden einen Glühwein in der Hand.

Der vierjährige Noel aus Uhingen wartet mit seiner Oma Monika beim Rathaus auf einer Stufe sitzend auf den Umzug. Als Pirat mit großem Totenkopf-Hut und Plüschpapagei haut er mit seinem Säbel in Ermangelung anderer Objekte auf sein grünes Rucksäckle, das neben ihm liegt. Und da kommen sie auch schon, die Rechberghausener Guggamusigg Rommdreibr, die den Umzug anführen. 1000 Mitwirkende in 38 Gruppen ziehen vorüber und treiben ihre Späße mit den Zuschauern. Eine Unmenge an Konfetti und viele Süßigkeiten werden über den 6000 Gästen ausgeschüttet, die von überall her gekommen sind, aus dem Landkreis, aus Stuttgart, von der Alb oder vom Schurwald.

Guggenmusiker wie die Donzdorf'r Noda Biagr, die Lumpenkapelle Durchknallte Kobolde oder die Schlössleskracher sorgen für echten Krach. Fanfarenzüge aus Heiningen, Jebenhausen und Rechberghausen machen zwischen den vielen Hexengruppen Stimmung, und außerdem fahren einige Faschingswagen mit. "Der Gemeinderat mit Bürgermeister Reiner Ruf sitzt auf einem und muss nicht laufen", sagt der Ansager, und vom Birenbacher Wagen Engel/Spitzenberger herab wird unter dem Motto "Wein, Weib, Gesang" nicht nur Wein, sondern auch ein Klarer an die Zuschauer ausgeschenkt.

Das Grafenpaar wird in einem offenen Cabrio kutschiert und der Bauwagen Oberhausen mit seinem Riesenschlepper möchte sich an die Devise "Make love, not war" halten. Dazwischen zeigen Tanzgarden aus Wäschenbeuren, Lorch und Rechberghausen kurze Vorführungen, bevor die Kindergarten-Gruppen des Ortes als Schnecken, Marienkäfer oder Gespenster vorbeiziehen oder die Katholische Jugend aus Wäschenbeuren sich schon mal übt als Nonnen oder Mönche aller möglichen Orden.

Hauptattraktion sind jedoch die vielen Hästräger und Hexengruppen mit ihren teils grauslichen Masken, Besen und Rätschen: Hausener Dorfhexen, Salacher Hexen und Hausener Fleckle mit Rehböcklesmasken, Hexen aus Neuffen, Laichingen und Wolfschlugen, Kirschkernspucker oder schwarze Waldschratten mit gelben Schnäbeln. Die beiden Vizepräsidenten der Furchenrutscher, Reinhard Kirchner und Michael Schilling, freuen sich über den Zuwachs an Gruppen: "Da kriegt man feuchte Augen, weil einem das Herz aufgeht."

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