55 Kinder führen Musical "Bartimäus" in Schlierbach auf

55 Kinder der katholischen, evangelischen und evangelisch-methodistischen Gemeinde führen am Sonntag das Kindermusical "Bartimäus" in Schlierbach auf. In den Osterferien wurde dafür viel geprobt.

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In den Osterferien wurde fleißig im Jakob-Albrecht-Gemeindehaus in Schlierbach mit der Chorleiterin Desiree Maurer geprobt. 55 Kirchenkinder führen am Sonntag das Kindermusical "Bartimäus" in Schlierbach auf.  Foto: 

Fröhlich begrüßt Simone Geiger ihre Schützlinge im Jakob-Albrecht-Gemeindehaus: "Alle wieder da? Auch Lenhart ist gesund, richtig gut gesund", stellt sie fest und erklärt den Kindern den weiteren Ablauf mit Chorprobe, Trinkpause, Theaterprobe, freies Spiel- oder Bastelangebot sowie abschließendem Mittagessen.

Es ist der zweite Probentag in den Osterferien und die Aufführung "Bartimäus" am Sonntag rückt immer näher. Proben in den Ferien? Passt ja genau genommen nicht wirklich zusammen. Doch wenn das rund achtzigköpfige ehrenamtlich agierende Helfer-Eltern-Team der evangelisch-methodistischen, evangelischen sowie katholischen Kirchengemeinde wieder ein biblisches Kinder-Musical auf die Beine stellt, melden sich doppelt so viele bis unter die Haarspitzen motivierte Jungen und Mädchen, wie es Rollen gibt.

"Über mangelnde Nachwuchsschauspieler können wir uns wirklich nicht beklagen. Viele sind schon zum zweiten oder dritten Mal dabei", freuen sich die Organisatorinnen Simone Geiger, Simone Heidle und Kerstin Scheller.

Kurzerhand wurden die Rollen mit den sechs- bis vierzehnjährigen Kindern und Jugendlichen doppelt besetzt und Chorleiterin Desiree Maurer stellt einfach mehr Gesangsgruppen zusammen. "Nun nehmt die rechte Hand und legt sie an euer Herz. Nein, das ist die falsche, es ist die, mit der die meisten Kinder schreiben", erklärt sie die Bewegungen zu dem Lied: "Wer Jesus nicht vertraut".

Mal ernst, mal humorvoll

Vor ihr haben es sich die jungen Akteure bequem gemacht. Manche liegen bäuchlings auf dem Boden, andere machen es sich kniend oder im Schneidersitz gemütlich, aber alle hören aufmerksam zu. "Sieht gut aus", lobt dann auch die Pianistin, als Bewegungen und Gesang harmonisch miteinander verschmelzen.

Bei der Aufführung, von einer Kirchenband professionell unterstützt, gefallen die durchweg zeitgenössischen, lockeren und rhythmischen Lieder von Dance über Hip-Hop, Rock bis hin zu Balladen sowie die Soloeinlagen der Kinder.

Mimik und Gestik gepaart mit einer spannenden Inszenierung sowie frischen, mal ernsten, mal humorvollen Dialogen und Spielszenen, das macht das Musical aus. "Verachtet, verstoßen, verlacht und vergessen. Beschimpft und verbannt, kein Zuhause, kein Essen. Sein Leben ist schwarz wie im dunkelsten Keller. Es gibt keine Hoffnung, es wird nie mehr heller", unterstreichen die Jungen und Mädchen ihren Gesang mit Gebärden.

Die Story ist so alt wie die Menschheitsgeschichte. Aber sie könnte moderner nicht sein. Der blinde Bettler Bartimäus ist wegen seines Gebrechens von der Gesellschaft ausgegrenzt. Die Gemeinschaft, die nur das Fremde in ihm sieht, hat den alten Mann schnell als Außenseiter identifiziert und beginnt ihn zu quälen - was auch irgendwie an das heutige Mobbing erinnert. Bartimäus gehört sicher nicht zu den bekanntesten Personen aus dem Neuen Testament. Dennoch gehört er zu denen, denen Jesus persönlich begegnete.

Info Aufgeführt wird das Kindermusical "Bartimäus" am Sonntag ab 17 Uhr und am Montag, 10 Uhr, jeweils in der Schlierbacher Dorfwiesenhalle.

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