30 Millionen gehen in die Helfensteinklinik

Neben 376 Millionen Euro für den Neubau der Klinik am Eichert müssen 30 Millionen Euro in die Modernisierung der Helfensteinklinik gesteckt werden.

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Rund 30 Millionen kostet die Sanierung der Helfenstein-Klinik.  Foto: 

Die Finanzierung der Alb-Fils-Kliniken (AFK) waren wesentlicher Bestandteil der Reden der Kreispolitiker zum Haushalt des Landkreises. Vor allem Susanne Weiß (FDP) argumentierte dabei an konkreten Zahlen entlang und nannte eine Größenordnung für die anstehende Modernisierung der Helfensteinklinik: Rund 30 Millionen Euro seien dafür vorgesehen. Das Investitionsvolumen beziehe sich auf einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren, erläuterte Landrat Edgar Wolff auf Nachfrage. Wobei diese Zahlen noch nicht in Stein gemeißelt sind. "Die Sanierungskosten werden hinterfragt", sagte Wolff. Klar sei aber auch, dass etwas getan werden muss, damit die Helfensteinklinik in wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen arbeiten kann.

Die FDP-Sprecherin sprach die bis zur Fertigstellung des Neubaus kalkulierten Kosten in Höhe von 376 Millionen Euro an. Vorgesehen sei, dass davon der Kreis 110 Millionen, die Alb-Fils-Kliniken 70 Millionen und das Land 196 Millionen Euro übernimmt. Weiß fragte, ob eine Landesförderung von 52 Prozent realistisch sei. Ein Prozent weniger Landesförderung bedeute schon, dass Kreis und Kliniken 3,3 Millionen Euro zusätzlich aufbringen müssten. Sie erwähnte auch die geforderte Schwarze Null der Alb-Fils-Kliniken, die als Voraussetzung für die Neubaufinanzierung angesehen wird. Zur Refinanzierung des Kredits müsste dies dann 30 Jahre lang gelingen. Susanne Weiß zählte dann noch die anderen Aufgaben und Vorhaben des Kreises auf und sagte, sie sei gespannt auf das Finanzkonzept, das am 11. Dezember vorgelegt werden soll.

Für Wolfgang Rapp ist klar, dass die Kliniken ganz oben auf der Prioritätenliste stehen müssen. "Wir stehen zum Neubau, wir stehen zum überzeugenden medizinischen Konzept", sagte der CDU-Sprecher. Auch der Vorsitzende der Freien Wähler, Werner Stöckle, sieht die Kliniken auf dem richtigen Kurs. Er fordert ein Finanzkonzept für den Kreis. Das Kostenlimit des Landkreiszuschusses für den Neubau von 108 Millionen Euro müsse eingehalten werden, betonte Susanne Widmaier. Nicht alles was wünschenswert sei, könne realisiert werden, sagte die SPD-Sprecherin. Die großen Investitionen in die Helfensteinklinik würden der Attraktivität des Standorts dienen.

"Ernüchternd" nannte Martina Zeller-Mühleis (Grüne) den Investitionsbedarf in Geislingen. Die Fraktionsvorsitzende forderte, die Summe kritisch zu überprüfen. Das Finanzkonzept sei eine klare Zielperspektive, die es einzuhalten gilt. Für Christian Stähle (Die Linke) ist der Eigenanteil, den die Kliniken "und damit die Beschäftigten und Patienten" für den Neubau tragen müssen, zu hoch. Krankenhäuser dürften nicht auf profitorientiertes Wirtschaften ausgerichtet werden.

Die Investitionen in Geislingen seien unabhängig vom neue Medizinkonzept der AFK, betonte der Landrat. Der Kreis müsse jedes Jahr in die Kliniken investieren. Allerdings benötige das Konzept auch eine moderne Klinik: "Die Rahmenbedingungen müssen stimmen." Dies gelte für den medizinischen Bereich wie für die Patientenzimmer.

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