22 Kandidaten aus dem Kreis Göppingen wollen in den Landtag

Derzeit vertreten fünf Abgeordnete den Kreis Göppingen im Landtag. Bei der Wahl am 13. März wollen 22 Bewerber in beiden Wahlkreisen ein Mandat ergattern. Alle Wahlvorschläge werden zugelassen. Mit Bildergalerie von den Kandidaten.

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Im Göppinger Landratsamt grassiert acht Wochen vor dem Urnengang das Wahlfieber: Bis Donnerstag konnten die Parteien ihre Vorschläge für die Landtagswahl einreichen, am Dienstag hat der Kreiswahlausschuss in einer öffentlichen Sitzung alle eingereichten Vorschläge für den Wahlkreis 10 (Göppingen) und den Wahlkreis 11 (Geislingen) zugelassen. Im Wahlkreis Göppingen kämpfen demnach zwölf Bewerber um die begehrten Sitze in Stuttgart, im Wahlkreis Geislingen sind es zehn. Bei der Landtagswahl 2011 waren es in beiden Wahlkreisen jeweils neun Parteien, auf dem Stimmzettel.

Manfred Gottwald, Wahlorganisator im Landratsamt, hatte in den vergangenen Tagen gut zu tun, um sämtliche Daten und Unterstützer-Unterschriften auf ihre Korrektheit zu überprüfen. Fazit: „Die Qualität der eingereichten Unterlagen war sehr gut. Ein Kompliment und ein Dankeschön an die Parteien“, sagte Gottwald. Er empfahl daher dem Kreiswahlausschuss, alle Vorschläge zuzulassen – mit einer Ausnahme: Bei der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) musste der vorgeschlagene Bewerber mangels Zustimmungserklärung gestrichen werden. Für ihn rückt der Ersatzbewerber nach.

Allen anderen Vorschlägen stimmte der Kreiswahlausschuss ohne Einwände zu. Im Wahlkreis Göppingen will der SPD-Abgeordnete Peter Hofelich aus Salach sein Mandat verteidigen. Für die CDU geht ein neues Gesicht ins Rennen: Simon Weißenfels aus Süßen will einen der begehrten Sitze ergattern, nachdem Dietrich Birk zum 1. Januar 2014 sein Mandat zurückgegeben hatte und die Nachrückerin Jutta Schiller bei der Nominierung nicht mehr zum Zuge gekommen war. Auch für den Grünen Jörg Matthias Fritz heißt es Abschied nehmen: Die Grünen schicken den Göppinger Alexander Maier ins Rennen.

Im Wahlkreis Geislingen wollen beide Abgeordnete, Nicole Razavi (CDU) und Sascha Binder (SPD), wiedergewählt werden. Bei der Wahl vor fünf Jahren gingen die Direktmandate in beiden Wahlkreisen an die CDU-Kandidaten Dietrich Birk und Nicole Razavi. Die Christdemokraten holten im Wahlkreis Göppingen 38,0 Prozent der Stimmen, in Geislingen 41,4 Prozent. Sascha Binder (SPD) sicherte sich 2011 mit einem Stimmenanteil von 24,2 Prozent das Zweitmandat, Peter Hofelich schaffte 26,4 Prozent und damit den Sprung in den Landtag. Der Grüne Jörg Matthias Fritz hatte es mit 22,04 Prozent gerade so ins Parlament geschafft.

Die Kandidaten im Überblick:

Wahlkreis Göppingen

CDU Simon Weißenfels, 
Süßen
Ersatzbewerber: Axel Raisch, 
Eislingen
SPD Peter Hofelich,
Salach
Ersatzbewerberin:  Christine Schlenker,
Göppingen
Grüne Alexander Maier,
Göppingen
Ersatzbewerberin: Christine Lipp-Wahl,
Göppingen
FDP Martin Kaess,
Albershausen
Ersatzbewerber: Ulrich Langer,
Uhingen
Die Linke Christian Stähle,
Göppingen
Ersatzbewerber:  Philipp Siemer,
Göppingen
AfD Heinrich Fiechtner,
Stuttgart
Ersatzbewerber: Michael-Rainer Busch,
Ebersbach
Piraten Julian Beier,
Gingen
Ersatzbewerber: Johannes Haux,
Göppingen
Republikaner Karl Seitz,
Zell u. A.
Ersatzbewerber:  Michael Paulwitz,
Stuttgart
ÖDP Manfred von Campenhausen,
Göppingen
Ersatzbewerber:  Siegfried Stähle,
Göppingen
Die Partei Christian Treder,
Albershausen
Ersatzbewerber:  Felix Mohr,
Göppingen
Alfa Rainer Schindler,
Eislingen
Ersatzbewerber:  Manfred Brückner,
Göppingen
NPD Michael Österle,
Gruibingen
   






 
Wahlkreis Geislingen

CDU Nicole Razavi,
Salach
Ersatzbewerber: Kai Steffen Maier,
Geislingen
SPD Sascha Binder,
Geislingen
Ersatzbewerber: Udo Rössler,
Süßen
Grüne Eckhart Klein,
Geislingen
Ersatzbewerber: Hans Zeeb,
Süßen
FDP Armin Koch,
Süßen
Ersatzbewerber:  Hans-Peter Semmler, 
Gammelshausen
Die Linke René Niess,
Salach
Ersatzbewerber: Thomas Edtmaier,
Göppingen
AfD Willy Kotzbauer,
Schlat
Ersatzbewerber: Ernst Ottich,
Böhmenkirch
Republikaner Karl Seitz,
Zell u.A.
Ersatzbewerberin: Anna-Maria d’Acierno-Bachmann
ÖDP Manfred von Campenhausen, Göppingen Ersatzbewerber:  Albert Seitzer,
Schwäbisch Gmünd
Alfa Herbert Krüger,
Riederich
Ersatzbewerberin: Birgit Schindler,
Eislingen
NPD Michael Österle,
Gruibingen
   

Wahlkreise und Abstimmung

Neue Zuschnitte: Die Wahlkreise im Land wurden schon häufig neu zugeschnitten. Ein großer Teil des Landkreises Göppingen wurde dem Wahlkreis 11 (Geislingen) zugeschlagen – zuletzt im Jahr 2011 die Gemeinden Albershausen, Ottenbach und Schlat. Dafür kam Reichenbach/Fils aus dem Landkreis Esslingen zum Wahlkreis 10 (Göppingen), was damals für viel Wirbel sorgte. „Erfreulicherweise gibt es in diesem Jahr keine Veränderung des Wahlkreiszuschnitts“, meinte am Dienstag Manfred Gottwald, Wahlorganisator im Göppinger Landratsamt. Ziel der Reformen war es, in allen Wahlkreisen eine annähernd vergleichbare Einwohnerzahl zu erreichen.

Eine Stimme: Der Wähler hat bei der Landtagswahl nur eine Stimme. Anders als bei Kommunalwahlen sind EU-Bürger und unter 18-Jährige nicht zur Wahl zugelassen. Auffällig ist, so Wahlorganisator Manfred Gottwald, dass die Zahl der Briefwähler stetig zunimmt. Diese müssen sich noch etwas gedulden: Die Stimmzettel werden in der ersten Februarwoche gedruckt. 

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