120 Ehrenamtliche kochen für Gymnasiasten

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Zwei Frauen schneiden die Zutaten für ein Gericht.  Foto: 

Es gibt nicht gerade viele Schulen, an denen ehrenamtliche Helferteams für das Mittagessen sorgen. Das Kirchheimer Schlossgymnasium ist eine von ihnen. Das Ziel der Köche: es soll nicht nur gesund sein, sondern auch schmecken.

Es ist morgens 8 Uhr, die Küche der Mensa ist hell erleuchtet – Kochtag in der „Essbar“, so heißt die Mensa der Schule. Eine der 16 Kochgruppen schnippelt, knetet, raspelt, rührt und brät, was das Zeug hält. An vier Tagen in der Woche, immer von Montag bis Donnerstag, geht es rund in der Küche. Fleißige Hände zaubern seit fast zwölf Jahren mit Liebe zubereitete Speisen für Schüler und Lehrer. „Mit unserer ‚Essbar‘ kann man andere Schulen neidisch machen!“, ist Hans-Ulrich Lay, stellvertretender Schulleiter, überzeugt.

„Gesund und lecker!“ lautet die Devise der beiden hauswirtschaftlichen Fachkräfte, die für alle Dinge rund um die „Essbar“, wie Einkauf, Speisepläne, Mengen und natürlich das Kochen, verantwortlich sind. Sie leiten die Kochteams an, geben Tipps und unterstützen. Pro Tag werden je nach Speiseplan rund 60 Kilogramm Kartoffeln, 20 Kilo Nudeln oder 14 Kilo Reis, etwa 13 Salatköpfe, 15 Liter Milch, 17 Kilo Joghurt oder Sauerrahm und an Fleischtagen circa 20 Kilo Fleisch verarbeitet. Ein Essen besteht aus einem Salat oder einer Gemüsebeilage, einem Hauptgang mit oder ohne Fleisch und einem Dessert, zusätzlich sind auch große, bunte Salate im Angebot.

Die Ökotrophologin Dagmar Köber und die Hauswirtschaftstechnikerin Edith Besenfelder legen großen Wert auf Zutaten aus der Region. Obst und Gemüse kommen von Bauern rund um Kirchheim, Wurst und Fleisch von örtlichen Metzgereien, Backwaren von lokalen Produzenten. Der Anspruch „Schmeck die Region“ wird hier großgeschrieben.

Unterstützt werden die beiden Profis von etwa 120 ehrenamtlichen Helfern: Eltern, Großeltern, Lehrern, Schülern und von Menschen aus der Region, die einfach Spaß am Kochen haben. Jede Kochgruppe hat ihren festen Tag und bindet alle vier Wochen die weiße Kochschürze mit dem roten Essbar-Logo um. 180 bis 250 Essen werden pro Tag über die Theke gereicht. Köche und Köchinnen kann es nicht genug geben, denn viele helfende Hände sind nötig für die Zubereitung und die Ausgabe der Speisen und den Abwasch. Die „Essbar“ freut sich deshalb über weitere Helfer.

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