Unterstützung für die Köche

Zusammen essen und kochen macht Spaß. Die Schüler der Göppinger Pestalozzischule kochen ihr Essen selbst. Die "Guten Taten" wollen Küchengeräte und Ausstattungsgegenstände beisteuern.

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Vor Weihnachten haben die jungen Köche der Pestalozzischule Plätzchen gebacken. An drei Tagen in der Woche kochen sie für ihre Mitschüler ein warmes Mittagessen und sind auch fit im Catering.  Foto: 

Plätzchenduft zieht durchs Schulhaus. An diesem Mittag kurz vor den Weihnachtsferien gibt es für die Schülerinnen und Schüler der Göppinger Pestalozzischule einen ganz besonderen Nachtisch: Sie haben selbst Puddingkipfel und Spekulatiusmakronen gebacken und dabei auch noch jede Menge Spaß gehabt. Leon aus Hohenstaufen macht eh "backen mehr Spaß als kochen" und deshalb hilft er seiner Mama manchmal beim Backen - wie auch Cansul, die im breitesten Schwäbisch erzählt, dass es in der Türkei das Zuckerfest gibt, zu dem auch gebacken wird.

Die Schüler gehören zu einer Projektgruppe, die das Essen an drei Schultagen pro Woche für alle Schüler kocht. Die Jugendlichen der Oberstufe wechseln sich ab, so dass alle regelmäßig die Verantwortung für ein schmackhaftes Essen übernehmen und wissen, wie viel Arbeit zu machen ist, bevor eine komplette Mahlzeit auf den Tisch kommen kann. Zudem ermögliche das Projekt den Schülern einen Einblick in ein späteres Berufsleben, so Schulleiter Max Böhringer und Monika Schubert, die als Hauswirtschaftsleiterin normalerweise das Sagen in der Küche hat. Derzeit wird sie von Bona Kauffmann vertreten, die die Plätzlesbäcker auffordert, das ganze Blech zu nutzen, die Plätzchen aber nicht zu nahe zusammen aufs Blech zu setzen.

Einig sind sich alle Schüler, auch der 14-jährige Denis: Auf Fisch und Rosenkohl könnten sie immer verzichten. Für 80 bis 90 Personen kochen sie, das braucht viel Routine und genau geplante Abläufe. Darin unterstützt werden die jungen Köchinnen und Köche von Küchenhilfen, die der Verein "Lernen Fördern" beschäftigt. Der Förderverein der Schule finanziert immer wieder auch Ausstattungsgegenstände der Schulküche, die dem ganz normalen Verschleiß unterliegen. Denn: "Die finanziellen Ressourcen zu Zeiten von knapp bemessenen öffentlichen Mitteln stellen ein großes Problem dar."

Aktuell sind neue Ausgabetabletts anzuschaffen, es fehlen ein großer Mixer und verschiedene Kleingeräte, die aus der Aktion "Gute Taten" finanziert werden sollen. Dann können die Schüler auch weiterhin nicht nur für sich selbst kochen, sondern auch als Partyservice glänzen. In der Vergangenheit haben sie etwa für das Landratsamt und die Stadt gekocht, haben zum 20-jährigen Bestehen des Jugendgemeinderats ein Buffet gezaubert und bewirten schon seit vielen Jahren die Besucher des Ansingens zum Maientag gemeinsam mit dem Suppentöpfle.

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