Neue Rucksäcke für mehr Schulsanitäter

An sechs weiteren zu den derzeit 15 Schulen im Landkreis richtet der Malteser-Hilfsdienst einen Sanitätsdienst ein. Dafür möchten die Lebensretter Sanitätsrucksäcke und Krankentragen für 7170 Euro anschaffen.

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Schulsanitäter sind Schüler, die Zivilcourage beweisen und im Notfall helfen können. Seit zwölf Jahren werden Schüler und junge Leute im Bundesfreiwilligendienst (Bufdis) oder im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) von den Maltesern im Landkreis in Erster Hilfe ausgebildet, um ihr Wissen kostenlos an Schulen weiterzugeben. Dies bietet einen wesentlichen Sicherheitsaspekt im Rahmen der Erstversorgung, außerdem wird die sanitätsdienstliche Absicherung in der Schule für Lehrer und Schüler verbessert.

Im Notfall kann schnell und richtig Hilfe geleistet werden. Erstversorgung bei Unfällen, Schnitt- und Platzwunden, Vergiftungen und plötzliche Erkrankungen, aber auch Blutdruck- und Blutzuckermessungen gehören zum Spektrum, nebst dem Wissen, wann der Notarzt übernehmen muss. Die Idee dahinter erklärt der Göppinger Malteser-Kreisbeauftragte und Vizepräsident der katholischen Hilfsorganisation, Edmund Baur folgendermaßen: "Jugend zu Jugend, das schafft ein Vertrauensverhältnis, und nur so kann gelernt werden, Verantwortung zu übernehmen und soziale Kompetenz zu erlangen."

Nina, Kim, Saskia, Ronia, Tamara und Katharina besuchen als gut auf Einsatzsituationen vorbereitete Schulsanitäter einmal pro Woche mit ihrem dicken roten Rucksack die derzeit 15 Schulen im Landkreis. "Uns allen macht Helfen viel Spaß", sagen die Mädels unisono. Für ihre Tätigkeit in Grundschulen und in allen vier Göppinger Gymnasien werden sie fachlich begleitet vom ärztlichen Dienst und der Ausbildungs-Leiterin Brigit Sturm. Auch nach der Grundqualifikation stehen die Malteser den Jugendlichen zur Seite und bilden regelmäßig fort. Durch ihr Auftreten übernehmen die Schulsanitäter eine Vorbildrolle. Sie lernen, verantwortlich zu handeln und mutig im Team einen Dienst zu tun, bei dem es auf Zuverlässigkeit, Engagement und Teamgeist ankommt. Die Rucksäcke sind unter anderem mit Beatmungsbeuteln, Halswirbelschienen, Materialien zum Schienen von Brüchen und verschiedenen Messgeräten ausgestattet. Die Malteser freuen sich, dass die "Gute Taten" die Anschaffung weiterer dringend notwendiger Rucksäcke und Krankenliegen möglich machen. Der Schulsanitätsdienst kann sogar Leben prägen: "Aus der ersten Generation der Malteser-Schulsanitäter sind bereits zwei Ärztinnen hervorgegangen", berichtet Baur.

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