Als Nikolaus im Einsatz für Kinder

Sechs Polizeibeamte sind auch in diesem Jahr wieder als NWZ-Nikoläuse durch den Kreis gestreift: 163 Kinder haben sie für den guten Zweck am Mittwochnachmittag besucht – und glücklich gemacht.

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  • Was Selbstgemaltes für den Mann in Rot: Lea-Sophie freut sich über den Besuch des NWZ-Nikolauses. 1/2
    Was Selbstgemaltes für den Mann in Rot: Lea-Sophie freut sich über den Besuch des NWZ-Nikolauses. Foto: 
  • Lob und Tadel verlesen, Geschenke verteilen, Lieder singen: Die NWZ-Nikoläuse, die im normalen Leben Polizeibeamte sind, haben gestern 163 Kinder im Kreis besucht.  2/2
    Lob und Tadel verlesen, Geschenke verteilen, Lieder singen: Die NWZ-Nikoläuse, die im normalen Leben Polizeibeamte sind, haben gestern 163 Kinder im Kreis besucht. Foto: 
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Im roten Mantel, mit weißem Rauschebart zogen die sechs NWZ-Nikoläuse am Mittwochnachmittag los. Ihr Ziel: Kindern eine Freude bereiten. Ihre Motivation: der gute Zweck. Alle sechs sind Polizisten, vom Göppinger Präsidium zu Familien im gesamten Landkreis entsandt. Für den jüngsten der Nikoläuse ist es das erste Mal, dass er sich die weiße Kordel umbindet, den braunen Sack über die Schulter wirft, Rute, Glöckchen und das goldene Buch schnappt. Spontan ist der 24-Jährige für einen erkrankten Kollegen eingesprungen. „Ich finde es schön, dass man bei so einer Aktion mitwirken kann“, sagt der Polizeikommissar.

An diesem Nachmittag hat er die Route Nummer vier. Gemeinsam mit seinem Fahrer macht er  sich auf den Weg. Von Rechberghausen, über Adelberg und Wäschenbeuren führt ihre Tour. Sein Fahrer ist bei der NWZ-Aktion bereits länger dabei, als der 24-Jährige alt ist.

Bereits freudig erwartet wird der Nikolaus am ersten Haus. Dilara, Hannah und Lea-Sophie haben schon gewartet. „Wisst ihr denn, wer ich bin?“ Gleichzeitig  rufen sie ihm ein „Ja“ entgegen. Und haben etwas für ihn vorbereitet: ein Gedicht und was Gebasteltes. Die Gaben nimmt der Nikolaus gern entgegen, hat in seinem braunen Sack auch zahlreiche Geschenke für die „lobenswert braven“ Mädchen dabei.

Von Haus zu Haus, von Familie zu Familie tingeln die NWZ-Nikoläuse an diesem Nachmittag. An insgesamt 57 Türen klopfen sie, bis in den frühen Abend geht ihre Schicht, bei der sie ausnahmsweise ihre dunkelblaue Uniform gegen ein rotes Gewand getauscht haben. „Es macht wirklich Spaß“, sagt auch der Neu-Nikolaus, der immer mehr Gefallen an seiner Rolle findet. Die Reaktionen der Kinder seien einmalig: Vom ersten Staunen über den großen Mann mit aufgeklebtem Rauschebart, über das aufmerksame Zuhören bei Lob und Tadel, die der Nikolaus für jedes Kind parat hat und die großen Augen, wenn er die Geschenke verteilt.

„Ich glaub, die Rute kann ich wegstecken“, sagt er in Haus Nummer drei. In seinem goldenen Buch hat er zwar stehen, dass Hannes das Zähneputzen nicht vergessen soll, Lea zu viel am Handy hängt. Doch auch das Lob für fleißige und brave Kinder kommt nicht zu kurz: „Ihr seid tolle Kinder“, fasst er zusammen. Und weil das so ist, gibt’s für jeden auch ein oder zwei Päckchen.

Die NWZ-Aktion gibt es bereits seit Jahrzehnten. An diesem Nikolaustag 2017 haben die Polizei-Beamten, von denen viele Jahr für Jahr am 6. Dezember  die Guten Taten unterstützen, 163 Kinder glücklich gemacht.

Sechs Nikoläuse, 57 Termine

„Weil es einfach ein toller Zweck ist“, sagt ein Kollege, der sich in jedem Fall bereits über zehn Mal für die Guten-Taten ins rote Gewand geworfen hat. Ganz genau weiß er das gar nicht mehr. „Schon seit Jahrzehnten findet die Aktion statt, und es ist einfach wichtig, dass man das weiterführt.“

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