Zwickelprobe: Bald ist der Bierlöwe los

Goldglänzend und süffig“, so schmeckt das Maientagsbier 2015. Einer langen Tradition folgend, lud die Bierbrauerfamilie Kumpf zur „Zwickelprobe“ in die Frisch-Auf-Gaststätte.

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Freude über das Maientagsbier: Christoph und Ulrich Kumpf von der Kaiser-Brauerei, Bäckermeister Gerhard Daiber, Festwirt Karl Maier und OB Guildo Till (v.r.) inmitten der Vorkoster der Zwickelprobe.  Foto: 

Viele Zeichen großer Solidarität in Zeiten der Insolvenz der Kaiser-Brauerei zollten die Verkoster des Maientagsbieres der Geislinger Bierbrauerfamilie. Ulrich, Karl-Friedrich und – neu im Boot – auch Christoph Kumpf, die Bierbrauer mit Leib und Seele, begrüßten unter anderem den Schirmherrn des Maientags, Oberbürgermeister Guido Till, lokale Prominenz aus Politik und Behörden, Mitglieder des Gemeinderates und der Maientagskommission sowie den Insolvenzverwalter Tobias Sorg. Die „Zwickelprobe“, abgeleitet von den Proben der Qualitätskontrolle, die einem besonderen Hahn entnommen werden, der in der Bierbrauersprache „Zwickel“ heißt, sei immer ein spannender Moment, so Ulrich Kumpf. Er selbst schenkte aus und ließ den vollmundigen, goldglänzenden und sehr malzaromatischen Gerstensaft in die Gläser schäumen.

Das Urteil zum eigens nach traditioneller Rezeptur eingebrauten Festbier, brachte durchweg positive Rückmeldungen. Mit bewegenden Worten ging Ulrich Kumpf auf die Unternehmenssituation ein: „Wir haben Fehler gemacht, sind aber jetzt auf einem guten Weg.“ OB Till freute sich, dass es gemeinsam mit der Kaiser-Brauerei beim Göppinger Kinder- und Heimatfest weitergehe. Zur langwierigen Diskussion des Maientagsrummels am Standort an der EWS-Arena betonte der Rathauschef: „Solange ich im Amt bin, wird das Festgelände an diesem Platz bleiben.“ Zum Blasmusik-Festival, dem (noch) inoffiziellen Start des Maientags, ließ Till keine Zweifel aufkommen: „Man muss es weiterführen, denn es ist der schönste Abend im Festzelt.“

Über das weiterhin partnerschaftliche Miteinander mit den Bierbrauern freute sich auch Festwirt Karl Maier. „Kriegt Ihr’ s hin?“ sei seine erste Frage bei Bekanntwerden der Insolvenz gewesen. Sie kriegen’s hin, auch im 25. Jahr als Maientagsbier-Lieferant. Über viele mutmachende Worte, die Treue und aktive Begleitung auch der Bürger im Landkreis, freute sich die Familie Kumpf und dankte allen, die auch in schweren Zeiten hinter der Kaiser-Brauerei stehen. Der stellvertretende NWZ-Redaktionsleiter Joa Schmid berichtete von einem Novum beim achten Blasmusik-Festival. „Wir veranstalten eine Trachtenwahl und suchen die Dirndl-Königin und den Lederhosen-Prinz“.

Auch Bäckermeister Gerhard Daiber wartete wieder mit Kostproben seines Maientags-Bierbrotes auf. Das Brot aus lokalen Zutaten und dem Festbier der Kaiser-Brauerei gefertigt, liegt demnächst wieder in allen Daiber-Filialen in den Regalen. Zum Maientagsbier 2015 gab der 25-jährige Christoph Kumpf in blumiger Sprache Hintergrundinfos. Das etwas dunklere, mit vier verschiedenen Malzen in zwei Suden eingebraute Bier sei, wie der Löwe, der Kaiser der Savanne. „Bernsteinfarben, als ob der Löwe in der Sonne liegt, glänzt das Bier im Glas“, so Christoph Kumpf. Mit einem Augenzwinkern schloss er: „Wir warten auf den Maientag, dann lassen wir den Löwen frei.“

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