Zuspruch bei warmem Essen

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Die Vesperkirche wird auch in diesem Jahr gut besucht sein. Mittlerweile kommen im Schnitt 200 Gäste pro Tag.  Foto: 

Ein warmes Mittagessen, etwas Zuspruch und Beratung sowie freundliche Worte und nette Begegnungen: Morgen öffnet die Stadtkirche in Göppingen wieder ihre Pforten und lädt zur Vesperkirche ein. Das Gotteshaus wird für etwa sechs Wochen zu einem Ort, an dem Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft zu einem Mittagessen, zu einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen zusammenkommen. „Jeder und jede ist am gedeckten Tisch willkommen“, betont Organisator Wolfgang Baumung. „So wird die Vesperkirche zu einem Fest im Alltag.“ Jeder Gast bekommt für einen Obolus im Rahmen der eigenen finanziellen Möglichkeiten eine gute und vollwertige Mahlzeit. Die Vesperkirche wird vom Haus Linde in Kooperation mit der Stadtkirchengemeinde Oberhofen und der Wilhelmshilfe auf die Beine gestellt.

„Die Vesperkirche ist ein Ort der Begegnung, sie ist ein Ort des Respekts und der Toleranz“, betont Baumung. Mittlerweile kämen im Durchschnitt 200 Gäste pro Tag. Dies sei auch ein Zeichen für die zunehmende Armut und die Vereinsamung in unserer Gesellschaft, sagt der Leiter des Hauses Linde. „Es ist kein Wunder, das unter den Gästen viele ältere Mitmenschen, Alleinerziehende mit ihren Kindern und Arbeitslose zu finden sind“, fügt Baumung hinzu. Die Göppinger Vesperkirche setze hier ein Signal, Kreisbewohner mit wenig Geld in den Blick zu nehmen. Die Vesperkirche ist mittlerweile zu einem Ort geworden, an dem sich eine „bunte Mischung“ der Gesellschaft trifft. Menschen mit ihren jeweiligen Lebensgeschichten teilen hier ihren Alltag. Die Pfarrer der Göppinger Gesamtkirchengemeinde geben den Gästen mit ihren Mittagsgedanken Hoffnung und Mut für den oftmals schweren Lebensalltag. Damit so viele Besucher bewirtet werden können, helfen mehr als 60 ehrenamtliche Mitarbeiter in der Vesperkirche mit. Mehr als 8000 Essen wurden im vergangenen Jahr ausgegeben, „dafür müssen mehr als 50.000 Euro aufgewendet werden“, macht Wolfgang Baumung den finanziellen Kraftakt deutlich. Die Vesperkirche trägt sich über Einnahmen der Gäste und Spenden sowie aus Opfern der Gottesdienste.  Den Restaufwand muss der Verein Haus Linde aufbringen, der selbst zur Finanzierung seiner Arbeit in der Wohnungslosenhilfe auf Spenden angewiesen ist.

Öffnungszeiten: Die Vesperkirche hat bis zum 19. Februar täglich von 11.30 bis 13.30 Uhr geöffnet.

Spendenkonto: Haus Linde e.V., Stichwort Vesperkirche, Konto 587248 bei der KSK Göppingen, IBAN: DE10610500000000587248. Spenden können auch direkt an der Kasse der Vesperkirche abgegeben werden. Wer Kuchen spenden möchte (keine mit Sahne oder rohen Eiern), meldet sich bitte unter Tel. (07161) 686834 zwischen 10.30 Uhr und 12 Uhr.

Toiletten: Toiletten gibt es in der Stadtkirche im Keller, der Treppenabgang ist direkt neben der Kasse. Gehbehinderte Menschen können die Toilette im Pavillon der Stadtkirche benutzen.

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