Zurückgeblättert: Schneechaos mit Folgen

Der März vor 25 Jahren zeigte sich von seiner extremen Seite: Er mutiert plötzlich zum Schneemonster - dann kamen Hochwasser und Hangrutschungen.

|

Drei Wochen vor Beginn des Kalenderfrühlings mutiert der bis dahin zahnlose Winter zum Monster. Er schlägt auf eine Weise zu, dass "selbst ältere Mitbürger sich kaum erinnern können, jemals etwas Ähnliches erlebt zu haben". Gegen die Naturgewalt ist nicht einmal die Technik gewachsen. Straßenwinterdienste mit modernen Räum- und Streugeräten müssen kapitulieren, weil sich Schnee und Wind als stärker erweisen. Selbst allradbetriebene Fahrzeuge und Motorschlitten bleiben "im weißen Element" stecken. Weil die Situation vor allem rund um Böhmenkirch äußerst prekär ist, verfügt das Landratsamt, dass ein überbreites und überhohes 40-Tonnen-Fahrzeug eines Kieswerks zwischen Böhmenkirch und Treffelhausen zum Schneeräumen eingesetzt werden darf. "56 Stunden pausenlos auf den Beinen" titelt die GZ am 3. März. Die Rede ist von den Mitarbeitern der Winterdienste sowie des Technischen Hilfswerks, des Roten Kreuzes und der Bereitschaftspolizei. Die Wetterstation Stötten meldet eine durchschnittliche Schneehöhe von 110 cm und Verwehungen, die Höhen von mehr als zwei Meter erreichen.

Mitte des Monats geht der Niederschlag in Dauerregen über. Regen und Schmelzwasser lassen Flüsse und Bäche über die Ufer treten. Immer wieder können die GZ-Leser von Erd- und Hangrutschungen in der gesamten Region lesen. In Eybach werden zwei Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus nahezu vollständig zerstört. Der Hang hinter dem Haus war ins Rutschen geraten, dabei wurde ein Baum entwurzelt. Die "vom abschüssigen Gelände kommenden Wassermassen spülten den Baum regelrecht weg. Er drückte das Fenster des Badezimmers ein". Dadurch gelangen große Mengen Geröll in die Wohnung. Die Wohnung sowie die darunter wird vom eindringenden Wasser "schwer in Mitleidenschaft gezogen". Ein ganzseitiger Bericht informierte darüber.

Am 15. März wurde die Außenstelle Geislingen der Fachhochschule Nürtingen mit dem Studiengang "Betriebswirtschaft: Logistik, Unternehmensführung und Kraftfahrzeug-Wirtschaft" von Professor Dr. Eduard Mändle offiziell eröffnet. Die Ansiedlung dieser Hochschule in der ehemaligen Gewerbeschule an der Bahnhofstraße trifft indirekt auch die Jugendmusikschule. Denn bisher war das Haus der Familie dort untergebracht gewesen und sie weicht jetzt in die frühere Gutenbergschule aus. Deshalb muss dort jetzt der Teil der Jugendmusikschule raus, der dort untergebracht war. Von jetzt an soll sie freie Räume in der Lindenschule, in der Jugendkunst- und -werkschule und im Gebäude der Jugendmusikschule in der Karlstraße 24 nutzen.

Die Pestalozzischule ist ebenfalls aktiv. Noch im Frühjahr will sie einen Förderverein gründen. Er heißt "Lernen fördern" und soll "Einrichtungen, die zur sozialen, schulischen oder beruflichen Eingliederung beitragen" unterstützen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Leiche in Erbach: War Blutrache das Motiv?

Gegen einen 46-Jährigen aus Göppingen ist Anklage wegen Mordes erhoben worden. Er soll einen 19-jährigen Albaner getötet haben. weiter lesen