Zum Start ein sportliches Kochduell

Jede gute Party beginnt in der Küche und endet auch dort. Kein Wunder, dass die Eröffnung von "Rieger Küchen" ein lockeres Fest war. Rund 600 Gäste kamen zum Staunen, Schlemmen und Plaudern.

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Die Vorführküche des neuen Rieger-Küchenfachmarkts auf dem ehemaligen Göppinger Weber-Areal ist am Mittwoch eingeweiht worden. Foto: Staufenpress

Mediterranes Hähnchengeschnetzeltes mit Rosmarinkartoffeln, zubereitet von den Bundesliga-Profis von Frisch Auf Göppingen. Dazu eine locker-leichte Moderation von Sternekoch Christian Henze, der den Handballern beim sportlich-kulinarischen Wettstreit natürlich auch zur Hand geht. Die Vorführküche des neuen Küchenfachmarkts auf dem ehemaligen Göppinger Weber-Areal ist am Mittwochabend gebührend eingeweiht worden. Rund 600 Gäste - meist Stammkunden - feierten mit, ließen sich Lachshäppchen schmecken und von SWR-1-Moderator Matthias Holtmann sowie einer Liveband unterhalten.

Die Geschäftsführer, Vater Franz Rieger und Sohn Benno, waren stolz, mit dieser Gästeschar auf das neue Haus anzustoßen. Rund 7,5 Millionen Euro haben sie in den imposanten, luftigen und architektonisch eindrucksvollen Bau mit Lichtkuppeln und großem Wasserbecken investiert. Geld, das gut angelegt ist, sind die Geschäftsführer überzeugt: "Das Herz der Wohnung ist die Küche. Hier lebt man heute am meisten, hier kocht man mit Freunden, hier machen die Kinder ihre Hausaufgaben, hier findet der Austausch in der Familie statt", sagt Franz Rieger. Zudem machten Kochsendungen mit Lafer, Schuhbeck & Co. Lust aufs Kochen. Und weil das Thema Küche "so spezifisch" sei, "ist es am besten in einem eigenen Haus untergebracht", fügt Benno Rieger hinzu. 120 Musterküchen in allen Farben und Variationen beziehungsweise 200 Ideen rund um die Kombination Kochen-Essen-Wohnen sind auf etwa 4500 Quadratmetern ausgestellt. Außerdem kann man sich über umweltfreundliche Geräte wie Geschirrspüler und Herd schlau machen. Der Wunsch, in energiesparende Geräte zu investieren, sei übrigens mit die Hauptmotivation, warum sich Menschen nach einer neuen Küche umschauten, erklärt Benno Rieger.

42 neue Mitarbeiter werden sich bei "Rieger Küchen" von heute an um die Kunden kümmern. "Die Mitarbeiter wurden zum Küchenfachberater ausgebildet", betont Benno Rieger. Mit dem neuen Personal klettert die Zahl der Beschäftigten auf knapp 300 am Standort Göppingen, insgesamt sind es 1500 im Unternehmen.

Mit der Expansion in Göppingen wird nach der Eröffnung des neuen Küchenfachmarkts erst einmal Schluss sein. "Die Kapazitäten sind jetzt mehr als ausreichend für die Region", sagen die Geschäftsführer. Die Gesamtverkaufsfläche im Neubau und im Haupthaus, das sich in direkter Nachbarschaft befindet, betrage nun 39 000 Quadratmeter. "Wir haben jetzt eine kleine Rieger-Stadt", meint der Senior-Chef schmunzelnd. Da die Küchen vom Haupthaus nun aufs Weber-Areal umziehen, schafft die "alte" Küchenabteilung jede Menge Platz. Was damit geschieht, wissen die Geschäftsführer noch nicht ganz genau - "es werden wohl unter anderem die Schlafzimmer- und die Fachsortimente-Abteilungen größer". Der Umbau soll im kommenden Jahr beginnen.

Soweit dachten die Chefs am Mittwochabend noch nicht. Franz und Benno Rieger stießen mit den Besuchern an und führten sie stolz durch die großzügige Küchenwelt, die reale Wohnwelten zeigt - von der Studentenbude, wo die Wäsche in der Küche trocknet, bis zur jungen Familie, die Platz für Babybrei im Regal braucht. Selbst die Mülleimer waren gefüllt. "Ich hatte schon Angst, dass die Putzfrau sie leert", meint der Junior-Chef im Scherz. Und noch eines fällt beim Rundgang auf: Die Küche muss heute offenbar weiß sein. Benno Rieger nickt: "Mehr als 80 Prozent der Küchen sind heute in einer Art von Weiß." Reinweiß, creme- oder eierschalenfarben. Ein Trend, der wohl auch noch etwas Bestand hat.

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