Ziel sind 500 Schulen weltweit

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Hat ein Sprachreisen-Portal für alle Generationen erstellt: Manuel Hildenbrand.  Foto: 

Eine Sprachreise zu organisieren ist ein sehr mühsames Unterfangen. Welche Schule soll ich besuchen? Wo wohne ich während der Reise? Welche Kurse belege ich in der Schule? All das sind Dinge, deren Recherche eine Menge Zeit und Mühen kosten. Manuel Hildenbrand aus Gruibingen hat gemeinsam mit seinem Co-Founder Sascha Dobrochynskyy das Online-Portal „LingoVentura“ mit Firmensitz in Stuttgart gegründet.

Dabei handelt es sich um eine Plattform, mit der ganz einfach Sprachreisen in die unterschiedlichsten Länder der Welt gebucht werden können. „Wir haben das booking.com für Sprachreisen“, sagt Manuel Hildenbrand. Entwickelt hat sich die Idee aus „ChileVentura“ heraus, dem ersten Geschäftsmodell des 36-Jährigen, das er bereits 2011 nach einem Auslandssemester in Chile gegründet hatte. „Ich habe erkannt, dass es im Bereich der Sprachreisen eine echte Marktlücke gibt. Mit unserer Plattform sind Sprachreisen nun so schnell und einfach buchbar wie Pauschalreisen“, erklärt der Gruibinger.

Seit Anfang Juli 2016 ist „LingoVentura“ online und zugänglich für alle Interessierten. „Momentan haben wir erst vier Länder zur Auswahl. Neben Chile kann man auch Sprachreisen in Spanien, Peru oder Argentinien buchen,“ erklärt Hildenbrand, „Gegen Ende des Jahres werden weitere spanischsprachige, englisch- und französischsprachige Länder hinzukommen, und unser Ziel ist es, circa 500 Schulen weltweit anzubieten.“

Dabei sind die Sprachreisen nicht nur für Schüler, Studenten oder jüngere Berufstätige gedacht – es gibt auch einen 50-plus-Kurs. Das Besondere an den Reisen von „LingoVentura“ ist, dass die Partnerschulen neben dem regulären Unterricht auch viele interessante Freizeitangebote haben. So kann man beispielsweise in Peru den Spuren der Inka nachgehen oder einen DJ-Kurs auf Ibiza belegen. In den Südamerikanischen Ländern werden ebenfalls diverse Tanz- und Kochkurse angeboten, damit die Reisenden die Kultur hautnah erleben können und die Sprache nicht nur im Unterricht lernen, sondern sie in der Praxis auch gleich anwenden können. „Wir wollen das Image der Sprachreisen aufpolieren. Es geht nicht einfach nur um Schule, sondern darum, das Land und die Kultur zu erleben“, sagt Manuel Hildenbrand.

Schulen persönlich ausgesucht

Jede Partnerschule wird von den beiden Firmengründern persönlich ausgesucht und unter die Lupe genommen. Hildenbrand ist dafür viel unterwegs: „Einige Schulleiter kannte ich bereits persönlich, aber es gibt auch spezielle Messen, auf denen man mit Schuldirektoren in Kontakt kommt. Diese Messen finden überall auf der Welt statt und dann kann man sich gleich die jeweilige Schule anschauen.“

Die jungen Start-up-Unternehmer haben viel Zeit und intensive Planung in das Projekt gesteckt. Für sechs Monate durchliefen sie in Stuttgart ein Accelerator-Programm, bei dem sie gemeinsam mit anderen Start-ups gecoacht wurden und Entwicklungshilfen bekamen. Die Mühe hat sich jedoch gelohnt – die ersten Verträge mit Investoren sind bereits unter Dach und Fach und es kann weiter am Ausbau der Plattform gearbeitet werden. „Natürlich sind noch längst nicht alle Hindernisse beseitigt, es wird wahrscheinlich auch immer welche geben. Aber davon lassen wir uns nicht abbringen“, sagt der Gruibinger Unternehmer und schmunzelt. Marie-Christin Zepf

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