Zeit reif für Neubau

Im Jahr 1962 reiften Pläne für ein neues Landratsamt in Göppingen. Die Kreisverwaltung platzte aus allen Nähten und war auf mehrere Gebäude im Stadtgebiet verteilt, darunter auch im Göppinger Schloss.

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Vor 50 Jahren stellte der Kreistag die ersten Weichen für den Neubau des Landratsamtes in der Lorcher Straße in Göppingen. Bis die Mitarbeiter in das neue Gebäude einziehen konnten, verging allerdings noch einige Zeit. Foto: Giacinto Carlucci

Im Februar 1962 überlegte sich der Kreistag bei einer Sitzung in Eislingen, ob das Landratsamt in einen Neubau umziehen sollte. Ein Architektenwettbewerb wurde gestartet, mit dem Bau sollte noch im selben Jahr, spätestens im Frühjahr 1963 begonnen werden. Landrat Gustav Seebich machte nach der Sitzung deutlich, dass das neue Amtsgebäude entstehen könne, ohne dass die Kreisumlage deshalb angehoben werden müsse.

Die Verwaltung war damals in fünf Gebäuden untergebracht, darunter auch im Göppinger Schloss. Ein neues Landratsamt konnte diese Abteilungen in einem Haus vereinigen. Es sollten daraus keinerlei Nachteile entstehen, wie Seebich versicherte. Die Baukosten wurden damals nach ersten Schätzungen mit vier Millionen Mark angegeben. Ein Bausparplan und der Erlös des damaligen Amtsgebäudes in der Gerberstraße sollten zur Baussumme 3,5 Millionen Mark beisteuern. In einer Denkschrift wurde die Notwendigkeit eines Neubaus dargestellt, zumal die Kreisverwaltung mehr Aufgaben zu erledigen hatte. Viele Jahre war die Verwaltung des Oberamtes Göppingen, dem Vorläufer des 1938 gebildeten Landkreises, in der Marktstraße untergebracht. Erst 1934/35 wurde ein neues Gebäude in der Gerberstraße erbaut. Die Mitarbeiteranzahl vervielfachte sich im Jahr 1938, als aus den Oberämtern Geislingen und Göppingen der neue Landkreis entstand. 100 Büros standen damals den Kreisbediensteten in den verschiedenen Gebäuden zur Verfügung, das neue Landratsamt sollte 180 Räume erhalten. Das Grundstück an der Lorcher Straße war als Bauplatz ausgeguckt und als ideal befunden worden.

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