Zeit reif für einen Stadtseniorenrat

In Ebersbach soll ein Stadtseniorenrat gegründet werden. Ein Bürgerforum 55 plus am 12. April soll Impulse zur ehrenamtlichen Mitarbeit geben.

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Die Zeit ist reif, da sind sich alle, die in Ebersbach mit Seniorenthemen zu tun haben, und der Gemeinderat einig. Auch die Stadt im unteren Filstal braucht ein Sprachrohr, das die Belange älterer Menschen zu Verwaltung und Kommunalpolitikern transportiert. Jetzt sucht die Stadt Ehrenamtliche, die bereit sind, in solch einem Gremium mitzumachen.

Ein Gründungstermin ist zwar noch nicht ins Auge gefasst, "wir stehen noch ganz am Anfang", sagt Jutta Schabel, Leiterin des Amtes für Bürgerservice und Soziales in Ebersbach. Die Idee schwele schon seit langem. Mitglieder des Kreisseniorenrates und Experten für Seniorenarbeit vor Ort wie Kirchen, ambulante und stationäre Dienste seien seit geraumer Zeit an dem Thema dran. "Die Notwendigkeit, einen Stadtseniorenrat zu gründen, wurde uns sehr deutlich vor Augen geführt", erklärt Schabel.

Ebersbach habe bereits zahlreiche ehrenamtliche und professionelle Angebote für ältere Menschen. Die Erfahrungen zeigten jedoch, dass sich deren Bedürfnisse wandelten. "Es geht darum, die Weichen für die Gestaltung des kommunalen Gemeinwesens zu stellen", sagt Schabel. Bereits im vergangenen Jahr habe eine Arbeitsgruppe in der Stadt die Idee eines Qualitätssiegels für seniorenfreundlichen Service in den Ebersbacher Geschäften aufgegriffen. "Wir haben aber nicht die Kapazitäten, um das nachhaltig zu verfolgen", berichtet die Amtsleiterin. Dies soll denn auch eine der ersten Aufgaben sein, denen sich der Stadtseniorenrat widmen soll.

Jedoch warte auf die Ehrenamtlichen ein weites Betätigungsfeld, um das eigene Umfeld mitzugestalten. "Eigentlich geht es um generationenübergreifende Themen", sagt Schabel. Denn viele Erleichterungen für ältere Menschen kämen auch Familien und Jüngeren zugute, sei es Barrierefreiheit, in den Bereichen Sicherheit oder Gesundheit. Auch haushaltsnahe Dienstleistungen seien schon lange ein Anliegen. Ebenso werde das Zusammenleben der Generationen in der Stadtentwicklung eine Rolle spielen.

Die ersten hätten schon Interesse an der Mitarbeit in einem Seniorenrat bekundet. Bei einem Bürgerforum 55 plus am 12. April will die Stadt weiteren Bürgern Appetit machen, "es ist ein spannendes Betätigungsfeld", wirbt Schabel.

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