Zehntklässler drehen einen Film mit Inge Auerbacher

Schüler des Freihof-Gymnasiums haben einen Film über ihre Begegnung mit der Holocaust-Überlebenden Inge Auerbacher produziert. Am Donnerstagabend wird das Werk in der Stadtkirche gezeigt.

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Inge Auerbacher bei ihrem Besuch im November 2016 in Göppingen.  Foto: 

Was fragt man eine Frau, die als Siebenjährige den Holocaust erleben musste? Wie nähert man sich einem Thema, das man bisher nur abstrakt aus dem Geschichtsunterricht kannte? Und wie macht man daraus einen Film, der auch für künftige Schülergenerationen interessant ist und den Schrecken des Nationalsozialismus erlebbar macht?

Mit diesen Fragen hatte sich im vergangenen Herbst die Klasse 10b des Freihof-Gymnasiums wochenlang beschäftigt. Denn schließlich wollten sie nicht nur Dr. Inge Auerbacher kennen lernen, sondern unter Anleitung des Filmemachers Gerhard Stahl auch einen Film über diese Begegnung produzieren.

Inge Auerbacher, die heute in New York lebt, verbrachte einen Teil ihrer Kindheit in Jebenhausen,  bevor sie 1942 im Alter von sieben Jahren von den Nationalsozialisten ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert wurde. Im Oktober vergangenen Jahres hatten die Schüler die Gelegenheit, einen ganzen Tag mit Inge Auerbacher zu verbringen, sich ausführlich mit ihr zu unterhalten und auch die Stationen ihres damaligen Leidenswegs wie die Turnhalle der Schiller-Realschule in Göppingen oder den Stuttgarter Nordbahnhof zu besuchen. Am Donnerstag (29. Juni) um 20 Uhr wird der Film über diese Begegnung in der Göppinger Stadtkirche zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Im Rahmenprogramm besteht die Gelegenheit zur Diskussion mit den beteiligten Schülerinnen und Schülern, Filmemacher Gerhard Stahl, Stadtarchivar und Museumsleiter Dr. Karl-Heinz Rueß und Christine Lipp-Wahl vom Verein „Haus Lauchheimer“ in Jebenhausen. Der Abend wird moderiert von Ulrike Haas, der Leiterin des städtischen Referats Kinder und Jugend. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung im Rahmen der Jugendkulturtage ist frei.

Förderung: Das Filmprojekt wurde
finanziert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ mit Unterstützung der Stadt Göppingen und des Landkreises, der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH und des Kreisjugendrings.

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