Uhinger lachen aus vollem Halse über Wommy Wonders Witze

Mit ihrem Programm „Sahneteilchen – Süßes aus 30 Bühnenjahren“ sorgte Fräulein Wommy Wonder im Uhinger Uditorium beim Publikum für Lachmuskelkater.

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Wommy Wonder, hinter deren Kostüm  ein Mann namens Michael Panzer steckt, bringt ihr Publikum zum Lachen.  Foto: 

Im knallroten, mit Pailletten besetzten, hautengen Kleidchen und mit perfekt sitzender Turmfrisur trat das massige Fräulein Wommy Wonder im Uhinger Uditorium in Erscheinung. Obwohl die Platzkarten nicht komplett ausverkauft waren, so war der Saal doch mit etwa 200 Leuten mittleren Alters gefüllt, die aus vollem Halse lachten und vor Begeisterung klatschten. Der Anteil an Frauen überwog, aber wie Wommy Wonder die schwäbischen Ehepaare beschrieb, wurden wohl auch einige Ehemänner mit den Worten „da gosch mit“ von ihren Liebsten zum „Kabarett- und Travestie“-Abend mitgenommen. Bereut zu haben schien das keiner. Karl-Hans Gomringer, der Wommy Wonder schon vor 15 Jahren das erste Mal auf einer Betriebsfeier gesehen hatte, war wohl sogar freiwillig mit seiner Partnerin in der Show, ebenso wie Andrea Härer, die sich auch zum wiederholten Mal an den Witzeleien erfreute. „Letztes Mal war es in einem anderen Rahmen, aber auch diesmal ist es auf jeden Fall schön“, freute sie sich.

Witzeln über Liebesleben

Fräulein Wommy Wonder, hinter deren Kostüm eigentlich ein Mann namens Michael Panzer steckt, witzelte mal auf höherem, mal auf niedrigerem Niveau über Dialekte, Liebesleben, die Flüchtlingskrise und über schwäbische Parfüms, die „nach Mauldäschle“ riechen und nirgendwo fehlen dürfen. Humorvoll unterstützt wurde Wommy von Wolfgang Seljé, der mit seinen sogenannten Goodsle das Publikum zum Kreischen brachte. Als Goodsle bezeichnet er seine kurzen selbstgedichteten Lieder, die melodisch und textlich quasi genau wie die Originale klingen, nur eben auf schwäbisch und „keinerlei Sinn“ ergeben, egal wie sehr man danach sucht.

„Junggebliebene Sagrotanfee“

Nach einer zwanzigminütigen Pause ging es in die zweite Runde des dreistündigen Programms. Wommy Wonder diesmal in einem schwarzen Kleid mit silbernen Glitzerpailetten. Sie sei schon als Kind „optisch optimierungsfähig“ gewesen, scherzt sie.

Teils wurden sehr emotionale, tiefgründige Lieder gesungen, teils darüber hergezogen wie man „Hefezopf ohne Zibeben“ (Rosinen auf Hochdeutsch) backen könne. Das  Uhinger Publikum lachte.
Ein Highlight war zuletzt noch die Putzfrau Elfriede Schäufele, die sich als „junggebliebene schwäbische Sagrotanfee“ vorstellte. Schon ihre enorme Körbchengröße und ihr orangener Staubwedel sowie nicht zuletzt ihr gepunktetes Kleidchen brachten das Publikum schon ohne Worte zum Schmunzeln.
Am Ende des Programms sangen Wommy Wonder und Wolfgang Seljé noch „Ich wünsch dir Liebe ohne Leiden“ von Udo Jürgens im Duett, bevor sie sich ausladend für den Beifall bedankten. Der Abend „war uns ein inneres Blumenpflücken“ lachte Wommy und bot an, sich noch mit ihr fotografieren zu lassen. Das Publikum applaudierte ein letztes Mal und verließ dann begeistert das Uditorium.

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