Wohnbau bleibt am Drücker

Die Göppinger Wohnbau setzt künftige Schwerpunkte bei den Apostelhöfen, am Schlossplatz, in der Südstadt und in Faurndau. Neben Abriss und Neubauten sollen auch Sanierungen in großem Stil weitergehen.

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67 Millionen Euro will die Göppinger Wohnbau in diesem und den folgenden Jahren an Gesamtinvestitionen schultern - knapp 27 Millionen auf eigene Rechnung. Mit diesem Geld wird das kommunale Unternehmen an zentralen Punkten auch in das Stadtbild eingreifen. Im Göppinger Gemeinderat skizzierte Wohnbau-Geschäftsführer Volker Kurz nicht nur die wichtigsten Projekte der Vergangenheit, sondern blickte auch in die Zukunft: Größtes Vorhaben werden dann die Apostelhöfe zwischen Markt- und Schützenstraße sein. Dort will die WGG bekanntlich zusammen mit der Nanz-Stiftung als einem der wichtigsten Grundstücksinhaber in dem 6500 Quadratmeter großen Quartier Wohnen, Handel und Dienstleistungen verbinden. Die Wohnbau ist dort jetzt auf weitere Einkaufstour gegangen: Das Gebäude mit dem Drogeriemarkt Rossmann und das benachbarte ehemalige Haus Scherfig hat die WGG bereits gekauft. Das könne neue Möglichkeiten eröffnen, die künftigen Apostelhöfe von Süden zugänglich zu machen, sagte Kurz der NWZ. Derzeit werde an der "Feinjustierung" der Architektenvorschläge gearbeitet. Die zugesagte Präsentation der Pläne im Gemeinderat werde folgen. Es gehe darum, einen wirtschaftlich realisierbaren Vorschlag zu unterbreiten. Kurz stellt klar, dass die beiden jetzt gekauften Gebäude erhalten werden sollen. Das dort beheimatete DRK-Familienzentrum sei gesichert.

Die Abrissbagger werden dagenen nach dem Willen der Wohnbau am Schlossplatz anrücken. Im östlich angrenzenden Quartier werden mehrere Häuser weichen müssen, um Neubauten und Parkflächen Platz zu machen, so sehen es die Entwürfe der WGG vor. Auch in der Lange Straße und in der Querstraße in der historischen Innenstadt sollen Altbauten für neue Entwicklungen abgerissen werden.

Einen Sanierungs-Schwerpunkt wird das kommunale Unternehmen jetzt in der Südstadt nahe der Hochschule setzen. 8,5 Millionen Euro wollen Kurz und seine Mitarbeiter dort in die grundlegende Sanierung von weiteren 146 Wohneinheiten und deren Umfeld stecken, um die Zukunft zu sichern. Damit soll im Sommer begonnen werden, in zwei Jahren werden die Wohnungen in neuem Glanz erstrahlen. Das Sanierungs-Programm in weiteren Quartieren umfasst noch einmal 200 Bestands-Wohnungen. Das soll 6,2 Millionen Euro kosten. Die Vorhaben seien durchfinanziert, sagte Kurz und betonte die gute Vermögensstruktur der Wohnbau, die nicht zuletzt aus dem Verkauf von 380 Wohnungen herrührt. Die Eigenkapitalquote liegt bei 45 Prozent.

Auch in einzelnen Stadtbezirken will die Wohnbau aktiv werden. In Faurndau beispielsweise soll ein Einfamilienhaus-Gebiet im Bereich Marbachweg mit etwa zwei Dutzend Wohneinheiten entstehen.

Im Gemeinderat stieß die Volker Kurz Präsentation der Wohnbau-Leistungen der vergangenen Jahre auf fast einhelliges Lob - bis hin zur Rathaus-Spitze. OB Guido Till sah bei der WGG "grundsolide Expansionspolitik, grundsolides Verwaltung und Investitionsverhalten". Ein Feuerwerk an Maßnahmen erkannte Wolfram Feifel. Christoph Weber (Grüne) mahnte mehr Öffentlichkeit bei den Projekten an. Der ehemalige Baubürgermeister und jetzige Stadtrat der Freien Wähler/VuB, Joachim Hülscher, beharrte auf der Planungshoheit der Stadt.

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