Wildschweine bleiben Thema

Der große Bestand an Schwarzwild beherrscht die Diskussionen zwischen Jägern und Bauern. Das machte die Versammlung der Kreisjägervereinigung deutlich. Und: Der Kreis hat einen gesunden Wildbestand.

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Die Schau mit den Jagdtrophäen gehört traditionell zur Hauptversammlung der Kreisjägervereinigung. Foto: Margit Haas

Jäger sind "private Sponsoren zur Erhaltung von natürlichen Lebensräumen", denn sie repräsentieren einen wichtigen Teil der Gesellschaft. Bei der Hauptversammlung der Kreisjägervereinigung (KJV) in der Dürnauer Kornberghalle betonte Landrat Edgar Wolff, die Jagd "als eine der ältesten Kulturtechniken" sei nicht überholt. Dass die Jägerei einen gesunden Wildbestand im Kreisgebiet zur Folge hat, belegte die Trophäenschau, die das Kreisjagdamt anordnet.

Zunächst war Kreisjägermeister Dr. Kurt Mürdter auf die Problematik der Wildschäden eingegangen. Sie beherrscht die Gespräche zwischen Jägern und Landwirten. In der Aufhebung der Schonzeit für Schwarzwild sieht er keine Lösung , warnte vielmehr vor den Risiken - beispielsweise, wenn eine säugende Sau geschossen wird.

Die Last der Schäden, die durch die Überpopulation der Wildschweine entstehen, müsse auf alle Schultern gleichmäßig verteilt werden, forderte der Kreisjägermeister und erinnerte daran, dass sie eigentlich die Jagdgenossenschaft zu tragen habe. Das ist der Zusammenschluss aller Eigentümer, auf deren Grundstücken gejagt werden kann.

Jetzt soll die Kommunikation zwischen Jägern und Landwirten intensiviert werden. Mais soll nicht mehr bis zum Waldrand ausgesät werden, die Jäger wollen revierübergreifend jagen. Finde sich keine Lösung, die allen Beteiligten gerecht wird, werde es für Jagdgenossenschaften immer schwieriger werden, Jagdpächter zu finden.

Auch den Bericht von Peter Arndt vom Kreisjagdamt dominierte das Problem des hohen Schwarzwildbestandes. Er hatte im Januar zu einem runden Tisch eingeladen und will nun Vorschläge erarbeiten, die Konflikte vermeiden. Die Statistik mache deutlich, dass die Jäger das Problem ernst nehmen. Im ablaufenden Jagdjahr haben sie mit fast 700 Tieren so viel Schwarzwild wie noch nie geschossen.

Die Berichte der Obmänner des Kreisvorstandes verdeutlichten, dass Jagen mehr ist als die Pirsch. Hunde werden ausgebildet und es wird gemeinsam musiziert. Die Jäger machen sich bereits jetzt Gedanken darüber, was passiert, wenn der Wolf oder Luchs in unseren dicht besiedelten Raum zurückkehren.

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