Wildbiene im Sandkasten kann Lernort werden

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Eine verhältnismäßig seltene Wildbienenart, Colletes hederae, hat sich im Sandkasten des Kindergartens Hohenstaufen angesiedelt. Die Wildbienen nutzten die Sommerzeit, um das sandige Biotop als Brutplatz anzunehmen.

Es ist eine friedliche Solitärbiene, die jetzt im Herbst aktiv wird, wenn der Efeu blüht. Das Aussehen ähnelt  bei schnellem Hinsehen einer Wespe, deshalb wurde der Sandspielplatz vorsorglich abgesperrt und der Wildbienenfachmann Dieter Gairing und Wolfgang Rapp vom Nabu um Rat gefragt. Die beiden Naturschützer erinnerten sich daran, dass Dr. Paul Westrich, der führende Wildbienenforscher in Deutschland, im letzten Jahr an der VHS Bilder von Efeu-Seidenbienen im Sandkasten eines Kindergartens in Mössingen zeigte, wo seit Jahren eine friedliche Koexistenz zwischen Wildbienen und spielenden Kindern herrscht. Rapp telefonierte gleich mit Westrich und erfuhr: Die Wildbienenkolonie dort ist  lediglich durch ein farbiges Band gekennzeichnet und ein lebendiger Lernort für Kinder, Eltern und Erzieherinnen.

Eine ähnliche Lösung befürwortet Rapp für den Sandkasten in Hohenstaufen. In „sehr konstruktiven Gesprächen“ wurden mögliche Lösungen vor Ort mit der Kindergartenleiterin Marina Schuhmacher, mit Ulrike Haas vom Referat Kinder und Jugend der Stadt und dem städtischen Umweltbeauftragten Gunnar Herbert besprochen.

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