Weniger Fleisch und weniger Müll

Die bundesweite Bildungskampagne "Fair Future - Der ökologische Fußabdruck" tourt seit Jahren durch Deutschland. Jetzt war sie auch zu Gast in der Göppinger Schiller-Realschule

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Der ökologische Fußabdruck: 580 Schüler diskutierten an der Schiller-Realschule über Fair Trade und nachhaltiges Wirtschaften. Foto: Miriam Hüttl

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In der Göppinger Schiller-Realschule informierten die Moderatoren Thomas Pomplun und Marcus Kiesel 580 Schüler über das Konzept des "Ökologischen Fußabdrucks". Sie hatten es nicht schwer, mittels Multimediaeffekten die Schüler zu begeistern undBetroffenheit zu erwecken. Die Botschaft: Alles was wir täglich produzieren, wird von unserer Erde bereitgestellt und nachher absorbiert oder bleibt als Müll liegen. Durch unseren Lebensstil verbrauchen wir so viele Ressourcen, dass die Regenerationsfähigkeit der Erde schon jetzt weit überschritten ist. "Wenn alle sieben Milliarden Menschen auf der Erde so leben wie wir in Deutschland, brauchen wir drei Planeten", erklärt Thomas Pomplun.

Also: Wir müssen lernen, nachhaltiger zu leben und zu lernen, wie wir mit unseren Rohstoffen besser umgehen. Weitere Themen: Den Klimawandel stoppen und Hunger bekämpfen. Aber wie? "Jede fünf Sekunden stirbt ein Kind an Hunger, doch wir haben kein Hungerproblem, sondern ein Verteilungsproblem," kritisiert Marcus Kiesel.

Am Ende der Präsentation wird heftig darüber diskutiert, wie wir persönlich unseren ökologischen Fußabdruck verkleinern können. Kann man einfach weniger konsumieren? Von den Schülern kommen Vorschläge: "Weniger tierische Produkte und ein Gang weniger zum Burger King" schlägt eine Neuntklässlerin voller Überzeugung vor. Die fleischlose Küche sei abwechslungsreicher und gesünder. Oder: "Keinen Müll auf die Straße werfen und mit dem Fahrrad in die Schule fahren", meint die elfjährige Lea Üstün aus der Klasse 6d. Auch ihr Klassenkamerad Michael Bandl will ab jetzt nachhaltiger leben und in Zukunft nur noch Bananen mit dem Fairtrade-Siegel und Biogemüse aus der Region essen. Es gibt aber auch einige kritische Anmerkungen aus der neunten Klasse: Die Globalisierung könne man einfach nicht mehr wegdenken, sie nutze uns und den armen Menschen in Afrika. Allerdings brauche man nicht im Januar Spargel und Erdbeeren aus Peru.

Ursula Stoll und Rea Trojosky, Lehrerinnen der Schiller-Realschule, freuen sich als Mitorganisatoren auf die weitere rege Diskussion in den Klassen. Unterstützt wurde Fair Future von der Lokalen Agenda, der Volksbank Göppingen, der Energieagentur Landkreis Göppingen und der Firma Waschbär.

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