Weit weg von Hölle Süd: Fans treffen Handballer

Außerhalb von ihrem Spielfeld umgaben sich die Profis von Frisch Auf Göppingen jetzt  mit ihren Fans.

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Auch Neuzugang Allan Damgaard gab seinen neuen Fans Autogramme.  Foto: 

Nicht den roten, sondern den grünen Teppich hat man am Dienstag im Audi-Autohaus in Göppingen ausgerollt: Vor dem ersten Heimspiel zeigte sich hier die Mannschaft von Handballbundesligist Frisch Auf Göppingen ihren Fans, die ihren Idolen fern vom Spielfeld näher kommen und mit ihnen sprechen konnten.

Manche Gäste haben extra ihre grüne Fanuniform übergeworfen: Sie tragen Trikots und Schals. Mit Rätschen in der Hand, jubelnd und klatschend begrüßen sie die Profis, die nach und nach mit Autos in die Halle chauffiert werden. „Das hat ein bisschen was von den Filmfestspielen von Cannes“, kommentiert Holger Laser, der den Empfang moderiert. Dann steigt der neue Kapitän, Zarko Sesum, aus. Auf der Bühne sagt er: „Jetzt haben wir eine neue Aufgabe und wollen Punkte sammeln.“ Mit seinem Kader hofft er auf Erfolg und Linksaußen Marcel Schiller ergänzt: „Wir freuen uns riesig auf das ­erste Heimspiel. Wir brennen alle.“

Auch die Neuzugänge werden vorgestellt. Darunter die beiden Kreisläufer Kresimir Kozina und Jacob Bagersted, der über seinen Kollegen lachend sagt: „Er hat eine Urkraft – wie Obelix.“

Jeder Spieler bekommt nach der Vorstellung sein neues Heimtrikot überreicht. Danach gehen die Sportler für eine Autogrammstunde von der Bühne.

Geduldig hat sich die vierjährige Ida in der langen Schlange angestellt und die Unterschriften der Profis eingesammelt. Als sie alle hat, fragt sie fröhlich: „Soll ich das alles zeigen?“ Sie hält die Karten vor, die ihr Tim Kneule und Jens Schöngarth mit „Für meine Idamaus“ und einem Herz signiert haben.

Auch ihr Mannschaftsposter, das fast so hoch ist wie sie selbst, präsentiert Ida stolz. Handballprofi wie ihr Vater Tim Kneule will sie nicht werden, freut sich aber darüber, wenn „der Papi ­gewinnt“.

Nicht nur ein Autogramm, sondern auch ein Foto mit seinem Lieblingsspieler Adrian Pfahl hat Lucien ergattert: „Der ist einfach cool.“ Der Elfjährige spielt selbst seit vier Jahren Handball und will auch eine Sportkarriere: „Beim Handball fühle ich mich frei.“ Nach einem kurzen Blick auf das Mannschaftsposter legt Raphael den Torwart Primoz Prost als ­seinen liebsten Frisch-Auf-Spieler fest. „Ich weiß nicht so recht, was am Handball cool ist“, sagt der Zehnjährige, der schon bei den Minis mit der Sportart begonnen hat.

Seine Mutter Daniela Luka aus Lorch weiß aber ganz genau, was ihr daran gefällt: „Handball ist fairer als Fußball. Das ist viel mehr Teamgeist. Wir waren vor 14 Tagen beim Fußball und da schläft man fast ein.“

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