Weggefährten erinnern an Paul Kuhn

Hugo Strasser, Klaus Doldinger, Greetje Kauffeld, Michael Schanze, Bibi Johns und Gaby Goldberg – beim „Gute-Taten“-Konzert mit der Lumberjack Bigband gaben sich die Stars das Mikrofon in die Hand.

|

Für Alexander Eissele muss es wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk gewesen sein: Der Leiter der Lumberjack-Bigband durfte beim zweiten Auftaktkonzert zur NWZ-Aktion „Gute Taten“ mit seinem Idol Hugo Strasser auf der Bühne stehen. „Wegen ihm habe ich angefangen, Klarinette zu spielen“, erinnert sich Eissele. Auch Hugo Strasser war bei dem Konzert in der Göppinger Stadthalle bester Laune und unterhielt das Publikum mit Musik und Anekdoten aus seinem Leben. Auch wenn sich Strasser immer mal wieder bei Alexander Eissele nach den Titel der geplanten Songs erkundigen musste, saß jeder Ton. Sowohl das ruhigere „Misty“ als auch die schwungvollen „Creole Jazz“ und „Creole Love Call“ waren ein Hörgenuss. Geplant war das Auftaktkonzert mit Klaus Doldinger und Paul Kuhn.

„Paul Kuhns Tod im September hat uns tief getroffen“, erinnert sich NWZ-Redaktionsleiter Rüdiger Gramsch. Schnell entstand damals die Idee, Weggefährten auf die Bühne zu holen – eine Hommage an Paul Kuhn. „Eigentlich hätte ihr noch zehn Euro auf den Eintrittspreis drauflegen müssen, wenn man sieht, welche Gäste wir heute haben“, scherzte Eissele.

Für einen schwungvollen Einstieg sorgte nach der spannungsgeladenen Cartoon-Musik „Hunting Wabbits“ der Aufritt des legendären Saxofonisten Klaus Doldinger. Während seine mitreißende Filmmusik zu „Das Boot“ erklang, tauchten die Lichttechniker die Stadthalle in ein bläuliches Licht. Auch Doldinger war zufrieden: „Ihr habt wunderbar gespielt. So dynamisch habe ich das Stück selten gehört“, lobte er die Bigband. Zu den Klassikern, die aus Doldingers Feder stammen, gehört die Erkennungsmelodie des Tatorts, die als Pausengong wie auch als bejubeltes Original zu hören war.

Auf der Bühne gaben sich die Stars das Mikrofon in die Hand. Greetje Kauffeld, auch sie eine langjährige Bühnenpartnerin Kuhns, begeisterte die Zuhörer in der gut besuchten Halle mit Titeln wie „On the Sunny Side of the Street“, „Sweet Georgia Brown“ und „Route 66“. Die gefühlvolle Interpretation der niederländischen Sängerin von „Over the Rainbow“ war an Romantik nicht zu überbieten.

Mit Gaby Goldberg, der letzten Bühnenpartnerin Paul Kuhns, hatte dieser eine Tournee geplant. Auch sie erinnerte an den Mann am Klavier – mit dem von Kuhn geschriebenen Stück „Orange Coloured Sky“.

Nachdem er das „Gute-Taten“-Konzert 2011 absagen musste, machte Michael Schanze nun sein Versprechen wahr und trat in Göppingen auf. Hier brachte er mit seiner stimmgewaltigen Interpretation der Klassiker „Fly my to the Moon“ und „Beyond the Sea“ die Halle zum Beben.

Bewegend war der Auftritt von Ute Kuhn, die vom Konzert zu Ehren ihres verstorbenen Mannes sichtlich bewegt war. Bibi Johns widmete Paul Kuhn ein schwedisches Volkslied widmete. Das Publikum bedankte sich mit Ovationen und minutenlangem Applaus.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Fernfahrer leiden unter Missständen in der Logistikbranche

Ein Fernfahrer aus dem Kreis beklagt das „rosarote Berufsbild“, das viele Speditionen zeichneten – und erzählt von seinem harten Job auf den Straßen. weiter lesen