Warnstreiks erreichen Kreis

Die Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst erreicht das Filstal morgen offenbar mit gedämpfter Wucht. Der Betrieb in den Kliniken läuft normal weiter.

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Die Tarif-Auseinandersetzung im öffentlichen Dienst könnte sich von morgen an auch im Kreis Göppingen auswirken - allerdings wohl eher punktuell. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kündigte an, am Mittwoch auch im Kreis Göppingen einen Schwerpunkt der Aktivitäten zu setzen. Einen "ganztägigen Warnstreik in mehreren Dienststellen in den Städten Göppingen, Eislingen, und Geislingen", sowie der Helfenstein-Klinik soll es laut Verdi geben.

Gegenüber der NWZ betonte Verdi-Bezirksgeschäftsführer Martin Gross jedoch, dass es sich ausdrücklich um einen Warnstreik handeln werde. Es gehe darum, vor der nächsten Verhandlungsrunde am 12. März "ein Signal zu setzen". Das bedeute, dass sich beispielsweise in bestreikten Kindertagesstätten "die Einschränkungen sehr in Grenzen halten werden ", so der Gewerkschafter. Möglicherweise legen städtische Mitarbeiter nur stundenweise die Arbeit nieder, um zur zentralen Kundgebung nach Esslingen zu fahren, ließ Gross durchblicken. Von der Pressestelle der Stadt Göppinger hieß es: "Dem Referat Kinder und Jugend liegen bisher keine Anzeichen für einen Streik vor."

Erfahrungsgemäß spiele bei Streiks auch der Betriebshof eine zentrale Rolle. "Ob das angesichts des hoffentlich nicht mehr relevanten Winterdienstes wieder so sein wird, bleibt abzuwarten". Im Gegensatz zum Landkreis Esslingen ist der Nahverkehr im Kreis Göppingen nicht vom Warnstreik betroffen, da er in privater Hand ist.

Auch Patienten der beiden Kliniken im Landkreis müssen morgen mit keinerlei Einschränkungen rechnen. "Der Betrieb läuft ganz normal weiter, auch wenn einige Kollegen zur Demo nach Esslingen fahren", sagt Geschäftsführer Professor Jörg Martin. Operationen und Behandlungen fänden wie geplant statt - "das gilt für beide Häuser".

Gelassen blickt ebenso der Eislinger Oberbürgermeister Klaus Heininger dem morgigen Tag entgegen: "Wir gehen davon aus, dass wir von Streikmaßnahmen verschont bleiben. Bisher ist zumindest nichts angemeldet."

Völlig unumstritten ist der Zeitpunkt der Warnstreiks offenbar nicht. Während Gewerkschafter Martin Gross von einer "großen Streikbereitschaft" angesichts des verweigerten Arbeitgeber-Angebots ausgeht, sieht beispielsweise der Personalratsvorsitzende der Stadt Göppingen das anders. Jürgen Horst findet es "momentan ein wenig früh für Arbeitsniederlegungen". Schließlich gelte es zunächst abzuwarten, welches Angebot die Arbeitgeber vorlegen werden. Er werde die städtischen Mitarbeiter zu diesem Zeitpunkt jedenfalls nicht zum Streik auffordern.

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