Warnstreik-Folgen gering

Der Warnstreik im öffentlichen Dienst hat im Kreis Göppingen etwa 200 Angestellte mobilisiert. Die Folgen für die Bürger blieben wie erwartet gering.

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Etwa 200 Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes beteiligten sich im Kreis.

Während in Stuttgart und Esslingen durch den Warnstreik Einschränkungen beim öffentlichen Nahverkehr zu verzeichnen waren, drohte dieses Ungemach den Pendlern im Kreis Göppingen nicht. Der Busverkehr ist hier privat organisiert.

Nach Angaben des Verdi-Bezirksgeschäftsführers Martin Gross beteiligten sich aus dem Landkreis Göppingen gestern etwa 200 Angestellte aus dem öffentlichen Dienst an der zentralen Kundgebung in Esslingen. Die Teilnehmerzahl nannte der Gewerkschafter "für einen ersten Warnstreik ganz gut". Wenn die Tarifstreit weiter ergebnislos bliebe, würden die Streikaktionen ausgedehnt, kündigte Martin Gross an: "Wir bleiben dran."

Vergleichsweise stark war die Beteiligung beispielsweise am Göppinger Betriebshof: Hier hätten etwa 20 der 75 Beschäftigten ganztägig die Arbeit nieder gelegt, erklärte Olaf Hinrichsen, Pressesprecher der Stadtverwaltung. Welche Folgen das hatte, vermochte er aber nicht zu sagen. Auch einzelne Erzieherinnen hätten sich dem Aufruf zum Warnstreik angeschlossen und die Arbeit niedergelegt, um zu der Kundgebung nach Esslingen zu fahren, berichtete Hinrichsen. Das übrige Personal habe die Lücken aber geschlossen. In keiner Kindertagesstätte sei es zu Ausfällen gekommen, so der Rathaus-Sprecher.

In Geislingen waren die Warnstreik-Folgen in den Kindertagesstätten etwas deutlicher spürbar. Dort blieben gestern offenbar alle städtischen Kindergärten geschlossen. Genaues war dazu gestern nicht zu erfahren. Die betroffenen Eltern waren schon Tage vorher über den Warnstreik informiert worden. Beim Geislinger Bauhof streikte nach Auskunft eines Beschäftigten niemand, im Gegensatz zu einigen Hausmeistern. Letzteres hatte zur Folge, dass manche Schüler gestern morgen zunächst vor verschlossenen Türen standen.

Beim Landratsamt bestätigte Brigitte Kreß, Leiterin des Hauptamtes zwar, dass sich dort einige Mitarbeiter an dem Warnstreik beteiligt hatten. Die Größenordnung konnte sie aber nicht beziffern, weil die Erhebung erst heute erfolgt. Nur so viel: Der Dienstbetrieb konnte überall aufrecht erhalten werden, auch in den Abteilungen mit größerem Publikumsaufkommen wie Zulassungs- und Führerscheinstelle. "Wir haben keine Hinweise auf Ausfälle erhalten", so Kreß.

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