Vulkanier regieren in Aichelberg

Die Aichelberger Narrenzunft Vulkania hat am Samstag die Macht über das Dorf ergriffen. Bürgermeister Martin Eisele ergab sich widerstandslos.

|

Neun Grad Celsius, und das Anfang Februar. Wenn schon ein Wandel im Klima zu spüren ist, dann wechseln auch gleich die Machtverhältnisse im Rathaus. Für dieses Vorhaben rotteten sich die Vulkanier am Samstag vor dem Aichelberger Rathaus zusammen. Unter der Führung von Petra Buchfink, die Vorsitzende des Narrenvereins ist, wurde in Aichelberg die Macht von den Vulkaniern zurück erobert. Zahlreiche Gäste wohnten dem Spektakel bei. Beim Rathaussturm wurden die Vulkanier von mehreren anderen Narrenzünften tatkräftig unterstützt. Die weiteste Anreise hatten die Buronia aus dem Singenener Stadtteil Beuren/Aach. Die waren auch noch federführend beim Aufstellen des Narrenbaums tätig. Die größte Gruppe kam aus Kerkingen/Bopfingen. Gleich 87 Hästräger setzen sich schon morgens um 7.30 Uhr in den Reisebus. Ebenfalls zum Sturm mit angetreten waren die Kirschkernspucker aus Heiningen und die Reussensteiner Dämonen.

Sturmreif gespielt wurde das Rathaus von der Blasmusik Zell. Kurz nach 13 Uhr ergab sich der gefesselte Bürgermeister Martin Eisele seinem Schicksal. Der Nachwuchs führte ihn aus dem Rathaus. Nach der Schlüsselübergabe entmachtet und auf einen Schragen genagelt, verlas Klaus Volkmann die Anklage. Das arme Aichelberg hätte 100 Notlagen. Die Öffnungszeiten des Rathauses lägen schwer im Magen. Die wöchentlichen Tagungen würden ausarten in Gelagen. Das arme Volk müsste dadurch am Hungertuch nagen. Nur wenn der Schultes künftig einem Neuwagen und der Korruption entsagen könnte, wäre Besserung in Sicht. Als Verfehlungen des gesamten Gemeinderates wurden der Löschwagenkauf für die Feuerwehr, ein Abhörskandal, eine Großraumdisko und diverse Grundstücksgeschäfte aufgeführt. Die Sündenliste war lang. Besonders, da Martin Eisele für jede Verfehlung mit dem Kosten eines Narrentrunkes bestraft wurde. Der sehr nach gutem Selbstgebranntem aussah.

Nach vollzogener Bestrafung wurde der Schultes vom Schragen befreit. Bis zum Aschermittwoch hat Aichelberg nun eine neue Regierung. Nachdem in der vergangenen Woche vier neue Vulkanier das Ritual der Maskentaufe vollzogen haben, ist die Mannschaft der Vulkanier auf etwa 50 angewachsen. Damit dürften die Regierungsgeschäfte bis März für Aichelberg in trockenen Tüchern sein. Der gesamte Narrenzug begab sich zur ersten Regierungshandlung, der Aufstellung des Narrenbaumes. Was auch gleich reibungslos klappte. Der zweite Regierungsbeschluss war: ab 14 Uhr Kinderfasching. Die eigentliche Feier zur Machtübernahme fand abends im Bürgerhaus statt.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Themenschwerpunkt

Fasnet 2014 in der Region

Narrensprünge, Umzüge, Faschingsbälle und weitere Fasnets-Veranstaltungen: Alles rund um das Thema Fasnet finden Hästräger und Fasnet-Fans hier.

mehr zum Thema

Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Schuler Turm zieht Besucher magnetisch an

Im Stundentakt führten Schuler-Mitarbeiter am Wochenende Besucher durch den neu eröffneten Innovation Tower in Göppingen. weiter lesen