Vortrag über das Schicksal jüdischer Ärzte

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Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus findet am Sonntag im Jüdischen Museum eine Veranstaltung zum Schicksal jüdischer Ärzte am Beispiel Stuttgarts statt. In ihrem Vortrag wird die Ärztin Dr. Susanne Rueß die allgemeine Situation der jüdischen Ärzte im Dritten Reich schildern und beispielhaft die Schicksale einzelner Ärzte vorstellen. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr.

Susanne Rueß hat durch ein umfangreiches Archivalienstudium in Deutschland und Israel sowie durch persönliche Mitteilungen von Familienangehörigen die Biographien von 88 Ärzten recherchieren können. Dabei standen der berufliche Werdegang und Veränderungen aufgrund der antijüdischen Gesetze ab 1933 mit dem Verlust der Zulassung als Arzt im Mittelpunkt. Erforscht wurden auch die Emigration und weitere berufliche Entwicklung im Ausland bzw. bei den in Stuttgart verbliebenen Juden deren Umsiedlung, Deportation und physische Vernichtung. Für ihre Recherchen wurde Susanne Rueß 2011 mit dem Forschungspreis "Rolle der Ärzteschaft in der Zeit des Nationalsozialismus" ausgezeichnet, den das Bundesministerium für Gesundheit gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Bundesärztekammer auslobt.

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