Vollzugsdienst unter Strom

Die wirtschaftlichen Kernkompetenzen stärken und gleichzeitig die Stadt nachhaltig gestalten - diese doppelte Zielsetzung wird in Göppingen gerade im Bereich der E-Mobilität mit aller Kraft verfolgt.

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Mit der Übergabe einer Mercedes-A-Klasse E-Cell an den Gemeindevollzugsdienst will Göppingen die Vorreiterrolle bei der E-Mobilität stärken. Foto: Stadt

Mit der Übergabe einer mit Elektromotor betriebenen Mercedes-A-Klasse E-Cell an den Gemeindevollzugsdienst stärkt die Hohenstaufenstadt ihre Vorreiterrolle im Feld der Elektromobilität. "Das Auto ist nicht nur durch und durch sinnvoll, es macht auch sehr viel Spaß", urteilte Oberbürgermeister Guido Till laut einer Pressemitteilung über den Wagen, der dem Stadtoberhaupt von Oliver Krenz, Vertreter der Daimler AG, überreicht wurde. Zum Einsatz kommen wird der lautlose Silberstern innerhalb des Gemeindevollzugsdienstes, den bei der Übergabe Referatsleiter Klaus-Ulrich Laib, Gruppenleiter Ulrich Horwath sowie die Mitarbeiter Oliver Bös und Jörg Dittmann vertreten haben.

Ein begeisterter OB Till setzte sich für die Jungfernfahrt selbst hinter das Lenkrad. Auch Christine Kumpf, die sich als Leiterin der Wirtschaftsförderung mit ihrem Team seit längerem mit dem Bereich E-Mobilität auseinandersetzt, zeigte sich sehr angetan. "Gerade für den Wirtschaftsstandort Göppingen ist es wichtig, Motor für Innovationen in Sachen Nachhaltigkeit, erneuerbare Energien und E-Mobilität zu sein." Dies spiegele sich auch im städtischen Fuhrpark wider, in welchem bereits fünf E-Fahrzeuge im Einsatz sind, so Kumpf. Parallel hat die Stadt zwei mofaähnliche E-Bikes gekauft und einen Scooter (Elektroroller) testweise für ein Jahr überlassen bekommen. Zudem wurde in der Poststraße im Rahmen des ENBW-Projekts "Wir machen Baden-Württemberg e-mobil" eine multifunktionale Ladestation installiert, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird.

Doch auch die lokale Wirtschaft hat sich dem Thema E-Mobilität längst angenommen. Das Göppinger Kompetenznetzwerk Mechatronik, in dem regionweit 100 Firmen mit drei Milliarden Euro Umsatz und 25 000 Mitarbeitern organisiert sind, hat parallel mit Automobilzu-lieferern das Projekt Elena aufgesetzt, das Nachrüstsätze für Klein-transporter entwickelt, um diese hybridtauglich zu machen.

Die Salacher Firma Heldele entwickelt eine Stromtankstelle, die via Handy Fahrer darüber informiert, wo und wann eine Tankstelle verfügbar ist, mit dessen Bank online die Bezahlung abwickelt und eventuell Strom aus einer Photovoltaikanlage auf dem Tankstellendach mit dem Betreiber verrechnet. Und das Holzheimer Recyclingunternehmen DU will seine Müllfahrzeuge auf Strombetrieb umstellen, deren Energie zum Beispiel im Müllheizkraftwerk erzeugt werden könnte.

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