Volksbank Göppingen verzeichnet Ergebnis auf Normalniveau

Die Volksbank Göppingen hat im vergangenen Jahr kein erneutes Spitzenergebnis erzielt, freut sich aber über ein Einlagenzuwachs von fast zehn Prozent. Zu schaffen machen dem Institut die niedrigen Zinsen.

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Die Volksbank Göppingen hat ihren Jahresabschluss 2013 vorgelegt. Fazit: Kein Spitzenergebnis wie im Jahr davor, aber 2000 neue Kunden und ein "außergewöhnlicher Einlagenzuwachs" von nahezu zehn Prozent.  Foto: 

Kein Höhenflug wie im Vorjahr, aber 2000 neue Kunden und ein "außergewöhnlicher Einlagenzuwachs" von nahezu zehn Prozent: Vorstandssprecher Dr. Peter Aubin und sein Vorstandskollege Hermann Sonnenschein haben gestern den Jahresabschluss 2013 der Volksbank Göppingen vorgestellt und sind alles in allem zufrieden. Nach dem Spitzenwert von 28,8 Millionen Euro im Vorjahr habe der Überschuss vor Steuern mit 13,8 Millionen Euro im vergangenen Jahr wieder "Normalniveau" erreicht. "Das anhaltende Niedrigzinsniveau hat die Zinsmarge der Bank weiter belastet. Die Verzinsung der Kredite und Wertpapieranlagen sank erneut schneller als die der Einlagen", macht Aubin in einer Pressemitteilung deutlich.

Eigentlich hätte die Volksbank angesichts des Zinsverfalls die Einlagezinsen mindestens um 0,2 Prozent - das entspricht einem Aufwand von zwei Millionen Euro - reduzieren müssen. "Das wollten wir unseren Kunden aber nicht zumuten, weshalb wir das ganze Jahr über auf Spareinlagen noch um die ein Prozent gezahlt haben." Die Kunden haben es der Bank gedankt: Da die Einlagensätze "spürbar" oberhalb des Wettbewerbs lägen, "haben unsere Kunden viel Geld von anderen Banken abgezogen und zu uns geschafft". Außerdem habe das Geldinstitut mehr als 2000 Neukunden gewinnen können. Unter dem Strich stand letztlich ein Einlagenzuwachs von 9,6 Prozent - das entspricht 147,2 Millionen Euro.

Doch auch 2013 war nicht alles eitel Sonnenschein bei der Volksbank: "Leider belastete die krisenbedingte Verunsicherung unserer Kunden auch das Wertpapier- und Lebensversicherungsgeschäft. Das war der wesentliche Grund für den Rückgang unseres Provisionsüberschusses um 1,1 auf 12,5 Millionen Euro", erklären die Vorstände. Aubin: "Immerhin konnten wir die 2,8 Millionen Ertragsminderung bei Zins- und Provisionsüberschuss in Höhe von 1,7 Millionen durch Einsparungen beim Verwaltungsaufwand wieder auffangen, sodass wir mit einem Minus von 0,8 Millionen Euro im Teilbetriebsergebnis noch glimpflich davongekommen sind."

Beide Vorstände sind mit dem leicht negativen Bewertungsergebnis von 0,9 Millionen Euro zufrieden und freuen sich darüber, dass sie bei der Risikoentwicklung die bereits im vergangenen Jahr erreichten Langfristrekorde ausbauen konnten. "Dafür stagnierte unser Kreditvolumen auf Vorjahresniveau. Das lag insbesondere an der Rückzahlung eines großen Firmenkredits, weshalb die Firmenkredite insgesamt um 2,2 Prozent abnahmen", fügt Aubin hinzu. Die Privatkundenkredite legten dagegen um 2,6 Prozent zu. Auch bei der Eigenkapitalquote erzielte die Volksbank erneut ein Plus: Sie stieg um 3,3 Prozent auf 213,8 Millionen Euro. Insgesamt sprechen Aubin und Sonnenschein von einem "guten Ergebnis". Der Vorstand will dem Aufsichtsrat und der Vertreterversammlung daher wieder eine Dividende von fünf Prozent vorschlagen.

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