Viele Fragen zum Göppinger Bahnhofsvorplatz

Knapp 50 Bürger wollten sich am Mittwochabend über den Neubau des Rathauses II und die Umgestaltung des Bahnhofsumfelds informieren, wozu die Göppinger Stadtverwaltung eingeladen hatte.

|
Das Areal am Göppinger Bahnhof soll neu geplant und eine Visitenkarte der Stadt werden.  Foto: 

Sie gingen bei 27 Grad nicht ins Eiscafé, sondern ins Rathaus, um sich über die Umgestaltung des Bahnhofumfelds zu informieren - und die gesamte Verwaltungsspitze der Stadt erläuterte vor etwa 50 Bürgern die Planungen, die Gründe für den Neubau des Rathauses II und das Verkehrskonzept sowie den geplanten offenen städtebaulichen Ideen- und Realisierungswettbewerb und den vorgesehenen Zeitplan. Vor der Sommerpause soll der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss fassen, damit der Wettbewerb ausgeschrieben und das Bauen im nächsten Jahr begonnen werden kann. "Wir werden sie noch oft im Rahmen des Innenstadtforums informieren", versprach Oberbürgermeister Guido Till.

Verschiedene Varianten für das neue Rathaus II wurden aufgezeigt und ihr Für und Wider in Bezug auf Wirtschaftlichkeit, Kunden- und Mitarbeiterfreundlichkeit erörtert. Stadtkämmerer Rudolf Hollnaicher rechnete vor, dass ein Neubau günstiger sei als die Sanierung der fünf vorhandenen Gebäude in der Stadt, die teilweise aus dem 18. Jahrhundert stammten und bei denen ein Sanierungsstau bestehe, weil sie ursprünglich gar nicht für Verwaltungszwecke gebaut worden seien. Das Gebäude an der Freihofstraße soll allerdings wegen seiner geschichtlichen Bedeutung weiter in den Händen der Stadt bleiben.

Stadtplanerin Susanne Mehlis erläuterte, warum das Gelände am alten Güterbahnhof so geeignet für einen Neubau sei: innenstadtnah, verkehrsgünstige Lage, ausreichendes Stellplatzangebot durch die geplante Tiefgarage und eine anspruchsvolle Architekturmöglichkeit. Auch die Höhe des geplanten Kubus und die weitere Anbindung Richtung Westen waren Themen.

Baubürgermeister Helmut Renftle ging näher auf das geplante Verkehrskonzept im Bereich des Bahnhofumfelds ein. So soll am Bahnhof durch die Tiefgarage eine "Mobilitätszentrale" entstehen, die es ermögliche, dass der Platz von allen Seiten erreichbar sei. Das Bringen und Abholen sowie eine Taxizufahrt seien geplant. Die Tiefgarage solle Schrägparkplätze bekommen und die Einfahrt parallel zur Bahnhofstraße verlaufen. Drei Ausgänge würden sich anbieten: einer direkt bei der Bahnhofshalle, einer bei der Kreissparkasse und einer zum Bahnhofssteg. Die Geschwindigkeit auf der Bahnhofstraße soll auf 20 Kilometer pro Stunde begrenzt werden. Auf den Verkehr ganz verzichten könne man nicht, da bis jetzt etwa 3500 Fahrzeuge täglich diesen Bereich frequentierten. Man wolle aber keine Dauerparker in der Tiefgarage und der Platz selbst solle autofrei werden.

Bei der Frage, was den Zuhörern wichtig sei für die Gestaltung des Platzes, wurde eine Grünplanung vermisst. Wie die Verbindung in die Jahnstraße aussehe, was mit dem alten Zollamt geschehe und ob der ZOB modernisiert werde, waren weitere Diskussionspunkte. Dem Vorschlag, die Bahnhofstraße in einen Tunnel zu legen, konnte Renftle nichts abgewinnen, da - abgesehen von den Kosten - unter der Straße ein großes Leitungsnetz liege.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Ärger über wildes Parken in der Hauptstraße

In Göppingen wächst der Unmut über das Parkchaos in der Hauptstraße. Der Ruf nach einem härteren Durchgreifen gegen Parksünder wird lauter. weiter lesen