Viele Baustellen am und im Landratsamt Planungsgruppe arbeitet Konzept aus

Zu wenig Parkplätze, marode Behelfsbüros, Brandschutzmängel und eine rissige Stützmauer: Am und im Landratsamt gibt es jede Menge zu tun.

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Eigentlich sollte es nur um die Sanierung der Stützmauer an der Eberhardstraße gehen. Die CDU-Kreistagsfraktion hatte bei den Haushaltsberatungen nachgefragt, ob man die Instandsetzung für 100 000 Euro in Anbetracht der angespannten Haushaltslage nicht verschieben könne. Als das Thema nun im Verwaltungsausschuss aufs Tapet kam, entpuppte sich die "Mauer-Frage" nicht als Kinkerlitzchen. Vielmehr geht es um eine umfassende Neuordnung beziehungsweise Sanierung in und an der Kreisbehörde. Dafür wurde bereits eine Arbeitsgruppe "Landratsamt 2015" einberufen, die ihre Ergebnisse in den kommenden Monaten vorstellen will, teilte Rainer Mittner vom Kreishochbauamt den Bürgervertretern mit.

Die rissige Stützmauer wird in die Überlegungen einbezogen, weil nach dem Abtragen der Mauer auf dem frei werdenden Platz bis zum Kreismedienzentrum dringend notwendige Parkplätze entstehen könnten, erklärte Mittner. Sowohl Mitarbeiter der Verwaltung als auch Besucher des Landratsamt hätten oft ihre liebe Not, eine freie Lücke zu finden. Zumal durch die Stadtgarten-Bebauung auf dem ehemaligen Ziegelei-Gelände 50 Parkplätze für Beschäftigte der Verwaltung weggefallen seien.

Weiterer Problempunkt: die vier Behelfswohngebäude an der Eberhardstraße, die 1990 zur Unterbringung von Spätaussiedlern gebaut wurden und in denen seit 2005 Ämter des Landratsamts untergebracht sind. Die übliche Lebensdauer dieser Gebäude ist überschritten, Reparaturen seien kurzlebig, weshalb man um Ersatz nicht drumherum komme, unterstrich Mittner. Zudem erfuhren die Kreisräte in diesem Zusammenhang, dass der Altbau der Kreisbehörde (Hochhaus) enorme Brandschutzmängel aufweise. Außerdem müssten im Altbau dringend Flure und Büros auf Vordermann gebracht werden. "Da hängt eine Menge dran", fasste Landrat Edgar Wolff zusammen.

So mancher Kreisrat ärgerte sich, dass er mehr oder weniger en passant von dieser Fülle an Aufgaben erfuhr. "Das war im Haushaltsplan so nicht ersichtlich", meinte Werner Stöckle (Freie Wähler). Letztlich stimmten die Ausschussmitglieder jedoch zu, eine Planungsrate von 100 000 Euro - für ein Gesamtkonzept - in den Etat aufzunehmen.

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