VHS und Lebenshilfe verbinden interkulturell mit inklusiv

Inklusiv und interkulturell: Ein neues Projekt von Volkshochschule und Lebenshilfe Göppingen will Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten ansprechen und gleichzeitig ihre Kreativität fördern.

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Astar, Sophia und Aaron begrüßen sich begeistert, ziehen schnell Schürzen über und suchen sich Farben aus. Die drei besuchen einen besonderen Kreativkurs, zu dem die Göppinger Volkshochschule und die Lebenshilfe Göppingen gemeinsam in die Werkstatt der Volkshochschule (VHS) einladen. "Demokratie mal anders - Kunterbunte Malwerkstatt" ist das ungewöhnliche Projekt überschrieben. "Es richtet sich an Menschen mit und ohne Behinderungen, an Menschen mit und ohne Migrationshintergrund", erklärt Wolfgang Schultes, Leiter des Fachbereichs Kunst und Gestalten von der Göppinger VHS.

Die Kunsttherapeutin Ortrud Clement leitet den Workshop, der im Rahmen des Bundesprogrammes "Demokratie leben!" gefördert wird. Derzeit wird sie nicht nur von Ehrenamtlichen, sondern auch von Elena Burger Guimaraes unterstützt. Die Australierin studiert ein Semester lang an der Hochschule für Fotodesign München und dokumentiert das Projekt.

Eine Gemeinschaftsarbeit ist daraus bereits entstanden. Es ist ein farbenfrohes und lebendiges Bild, "in das jeder seine Qualitäten und Ideen einbrachte und das so zu einem großen Ganzen wurde", freut sich Clement. Sie hat den Teilnehmern die Aufgabe gestellt, das Thema "Licht, Wärme und Dunkelheit" künstlerisch umzusetzen. Sie erklärt, welche Materialien ungewöhnliche Effekte ergeben und hilft, Farben auszusuchen. Aaron zaubert auf die grundierte Leinwand ein sprühendes Feuerwerk, Ralf Maier unterstützt Sophia. Der Ruheständler genießt es, sich in seiner freien Zeit für diese Menschen zu engagieren.

Gemeinsam inklusive Projekte zwischen VHS und Lebenshilfe haben eine lange Tradition, sagt Michael Tränkle, der Leiter der Ambulanten Hilfen der Lebenshilfe. "Jetzt versuchen wir, sie interkulturell zu öffnen." Die Flüchtlinge aus der Pappelallee werden deshalb direkt eingeladen. "Menschen mit Behinderungen und Menschen ohne Sprachkenntnisse und aus einem anderen Kulturkreis finden in der Kunst ein Medium, sich auszudrücken und so Barrieren zu überwinden", betont Tränkle.

Das Angebot richtet sich aber auch sonst an alle Menschen, die gerne kreativ sein und mit Menschen in Kontakt kommen wollen. "Wir wollen über Inhalte begeistern und so viele Menschen erreichen", fährt Tränkle fort. Gleichwohl sei die Hemmschwelle für Menschen ohne ein Handikap wohl hoch, sich an solchen Projekten zu beteiligen.

Info: Weitere Termine des Kreativkurses sind am 25. November, 2., 9. und 16. Dezember, jeweils von 16.30 bis 18 Uhr. Informationen und Anmeldung bei Kristina Montag, Telefon: 0151- 46726622.

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