Verpackung: Experte plädiert für Kunststoff

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Gläsle oder Kunststoffbecher? Dies war eine der Fragen, mit denen sich Diplom-Ingenieur Robert Fesl von der Firma Bosch Packing Technologies in seinem Sondervortrag anlässlich "20 Jahre Mechatronik an der Hochschule Esslingen" beim Göppinger Technikforum zum Thema "Verpacken von Lebensmitteln" beschäftigte. Für ihn sprechen viele Vorteile für die Verpackung in Kunststoff, auch bei dem besonders sensiblen Produkt Babynahrung. Die Verpackung müsse höchsten Anforderungen gerecht werden, unter anderem müssen Inhalt und Vorgang aseptisch sein, für trockenen beziehungsweise flüssigen Inhalt ausgerichtet sein, Mikrowelleneignung müsse gewährleistet sein, wenn erwärmt werden soll, die Verpackung müsse den Inhalt schützen sowie wieder verschließbar sein, und das Material müsse voll recycelbar sein. Dies alles erfordere von den Verpackungsmaschinen eine ausgefeilte Prozesstechnologie zum Befüllen, der Primär-, der Sekundär- und der Endverpackung, zum Prüfen, Validieren und Dokumentieren - und alles in höchster Automation für die Verpackungsarten Beutel, Trays, Multipacks, Rollenpackungen und Kunststoffbecher. Die Maschinenanlagen sind fünf bis zehn Meter lang, ihre Bauzeit beträgt circa ein Jahr, sie kosten bis zu sieben Millionen Euro, und leisten 10 000 bis 175 000 fertige Packungen pro Stunde, führte der Referent aus. An einigen Beispielen zeigte Fesl die Wirksamkeit der modernen Verpackungstechnologien auf. So verliere zum Beispiel Kaffee eigentlich in vier bis sechs Wochen nach der Röstung vollständig den Geschmack wegen seiner Sensibilität gegenüber Sauerstoff, aber durch Entzug des Sauerstoffes und durch Erzeugen eines Vakuums während des Verpackungsprozesses werde eine Haltbarkeit von zwölf bis 24 Monaten ohne Geschmackseinbußen erreicht.

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