Verabschiedung von NWZ-Redaktionsleiter Rüdiger Gramsch

„Eine Ära endet, eine neue beginnt.“ Unter diesem Motto wurde am Dienstag der langjährige NWZ-Redaktionsleiter Rüdiger Gramsch feierlich verabschiedet. Auch Nachfolger Helge Thiele wünscht ihm alles Gute.

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Großer Bahnhof für Rüdiger Gramsch: Im Cateringbereich der Göppinger Werfthalle hatte sich das „Who is Who“ aus Politik, Wirtschaft und gesellschaftlichem Leben des Landkreises eingefunden, um den langjährigen NWZ-Redaktionsleiter zu verabschieden. Rund 100 VIPs waren der Einladung der NWZ gefolgt, die bei dieser Gelegenheit auch den neuen Redaktionsleiter Helge Thiele vorgestellt hat. „Eine Ära endet, eine neue beginnt“, fasste NWZ-Verlagsleiter Mario Bayer den Anlass für die Feier zusammen, die von „jazzXtätt“ musikalisch begleitet wurde.

Rüdiger Gramsch stand 17 Jahre an der Spitze der NWZ-Redaktion und möchte nun zusammen mit seiner Tochter Annika eigene Ideen in den Bereichen Medien, Marketing, Tourismus sowie Events umsetzen. Eine Entscheidung, die Thomas Brackvogel, Geschäftsführer der Neuen Pressegesellschaft (NPG), die auch die NWZ herausgibt, sehr bedauert. „Wir hätten Sie gerne in der NPG gehalten“, so Brackvogel. „Sie haben sehr viel geleistet, für die Zeitung, die Stadt und die Region“. Brackvogel erinnerte an zahlreiche Initiativen und Aktionen der NWZ unter Gramschs Regie, an vorderster Stelle die Aktion „Mir schaffet’s“, die 2004 mit dem Deutschen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung  ausgezeichnet wurde. Beeindruckt zeigte sich Brackvogel von der Aktion „Gute Taten“ und dem NWZ-Blasmusikfestival, das Gramsch ins Leben gerufen hatte. Der NPG-Geschäftsführer erinnerte an den Göppinger Männerhort, der international für Schlagzeilen gesorgt hatte, und an Gramschs Leidenschaft für den Tourismus. „Sie haben sich als Journalist und Bürger eingebracht, nicht immer zu jedermanns Freude, das ist aber auch nicht die Aufgabe eines Journalisten“, so der Geschäftsführer.

Als „aktiv unterstützenden, aber auch kritischen Journalisten“ hatte Landrat Edgar Wolff den scheidenden Redaktionsleiter erlebt. Gramsch werde der Satz nachgesagt, er mache lieber Politik als darüber zu schreiben. „Sie haben das eine getan, ohne das andere zu lassen.“ Davon habe der Landkreis profitiert, so Wolff, der nicht verschwieg, dass er sich über manche Kommentare auch geärgert habe.

Rüdiger Gramsch blickte in seiner Dankesrede auf seine Zeit als Redaktionsleiter zurück, erinnerte an seinen Kampf für mehr Transparenz bei Gemeinderatssitzungen, seinen Einsatz für den „im letzten Moment von der Politik verhinderten Freizeitpark im Stauferpark“ und viele andere Impulse und Initiativen, die Stadt und Landkreis stärken sollten. Gramsch: „Unter dem Strich hat es viel Spaß gemacht.“

Ulf Schlüter, der stellvertretende Chefredakteur der Südwest Presse, stellte den neuen Redaktionsleiter Helge Thiele vor. Der aus Bonn stammende „begeisterte Wahlschwabe“ hatte nach Bundeswehrzeit und Politik-Studium in Tübingen 1990 begonnen, als freier Mitarbeiter für die NWZ zu arbeiten. Nach seinem Volontariat bei der Südwest Presse hatte sich Thiele seit 1995 als Redakteur in der Stadtpolitik, in der Frisch-Auf- und in der Wirtschaftsberichterstattung engagiert und war 2012 zum Chef vom Dienst aufgestiegen, als der er auch für die Zusammenarbeit mit der Online-Redaktion verantwortlich war. Schlüter: „Vor diesem Hintergrund war es nur logisch, ihn jetzt zum Redaktionsleiter zu machen.“ Helge Thiele dankte Gramsch für die gute Zusammenarbeit. Er freue sich auf seine künftige Arbeit und er setze dabei auf einen fairen Umgang und Kommunikation. Thiele: „Ich glaube an die Zukunft der Zeitung.“

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