Ursula Schwab öffnet am Freitag ihr Atelier

Eine wohltuende, kontemplative Atmosphäre empfängt die Besucher des Ateliers von Ursula Schwab. Die Göppingerin arbeitet abstrakt und gegenständlich.

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„Ich freue mich auf gute Gespräche und wünsche mir, dass sich die Besucher meines Ateliers auf meine Kunst emotional einlassen“, sagt Ursula Schwab. Wenn sie morgen Abend ihr Atelier in Göppingens Norden öffnet, wird sie einen Einblick in ihre Arbeit geben und auch über ihre Empfindungen und Emotionen sprechen.

Ihre Gästen erwartet eine ruhige, fast schon kontemplative Atmosphäre. Kein „künstlerisches Chaos“, vielmehr ein großer Arbeitstisch, der den Raum dominiert und von dem aus die Künstlerin den Blick hat in ihren großen Garten, und eine Staffelei empfangen die Gäste. An den Wänden hängen ganz unterschiedliche Bilder – keines zu viel und keines zu wenig, denn „das kann die Harmonie stören“.

Die bildende Kunst hat Ursula Schwab ein Leben lang begleitet. Aber erst seit wenigen Jahren, seit ihr der Ruhestand Zeit dafür lässt, drückt sie sich selbst künstlerisch aus. Tiere und Landschaften sind es vor allem, die sie faszinieren und die sie an ihre Kindheit auf dem Land erinnern. Aber auch als Porträtmalerin hat sie den guten Blick fürs Wesentliche und ein Gespür für das Charakteristische des Porträtierten.

Ursula Schwab malt aber nicht nur gegenständlich. Regelmäßig verschreibt sie sich der Abstraktion und beschäftigt sich derzeit mit dem Thema Aufbruch. „Es beinhaltet die Entdeckung von neuem und die Freude, es auszuprobieren.“

In ihrer Kunst ist sie geradezu kindlich neugierig und immer offen für Impulse von außen. Jüngst hat sie die Spachtel für sich entdeckt. Herausgekommen sind Landschaften, die kantiger sind als ihre gemalten Ansichten, die aber gleichwohl durch ihre Tiefe und ihre kompositorische Perfektion den Blick auf sich ziehen. Denn auch in den Abstraktionen, mit denen jeder Betrachter andere Emotionen verbinden wird, zeigt sie ihr Talent und auch, dass sie ihr Handwerk beherrscht.

„Die Kunst ist für mich eine Möglichkeit zu entspannen. Hier empfinde ich Freude. Sie bereichert mich.“ Diese Empfindungen der Malerin vermitteln sich auch dem Betrachter. Die beruhigenden, aber nicht ruhigen Bilder mit ihren Harmonien drücken eine tiefe Empfindsamkeit mit dem dargestellten Subjekt und eine eingehende Beschäftigung mit dem Thema des Kunstwerkes aus.

Tag der offenen Ateliers

14 Künstler Am morgigen Tag der offenen Ateliers in Göppingen nehmen 14 Künstler aus 9 Ateliers und Ateliergemeinschaften teil. Im Vordergrund steht dabei nicht der „Event“, sondern die Künstler in ihrem produktiven Umfeld.

Die Ateliers Marstallstraße 40 (Sibylle Burr, Rita Schaible-Saurer, Scarlett Wölz), 17-22 Uhr; Kurt Grabert, Christophstr. 33/2, 17-21 Uhr; Harald Immig, Kaiserbergsteige 15, Hohenstaufen, 16.30-20:30 Uhr; Kathleen Jahn, Östl. Ringstraße 25, 16-22 Uhr; Spektrum (Rudolf Bender, Frieder Kerler, Rüdiger Noreikat, Peter Vollmer), Boller Str. 8/5, 17-21 Uhr; Werner Schleith, Öchslinstr. 17, 17-21 Uhr; Detlev Schorlau, Leonhard-Weiss-Str. 1, 15-22 Uhr; Ursula Schwab, Nördl. Ringstr. 78/1, 17-21 Uhr; Werner Stepanek, Filseckstr. 9, 17-24 Uhr.

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