Urlauber im Visier

Der Tourismus soll im Kreis zu einem Wirtschaftsfaktor werden. Jetzt wollen Experten die Weichen für die touristische Zukunft stellen. Mit dem Münchner Beratungsbüro "Futour" wird ein Konzept entwickelt.

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Ideen für die touristische Entwicklung des Landkreises Göppingen gibt es viele. Doch ob diese zielführend sind, weiß niemand so recht.

Jetzt soll in einem mehrmonatigen Diskussionsprozess, in den auch die Tourismus-Initiative Stauferkreis einbezogen wird, ausgelotet werden, wo die Chancen des Landkreises liegen. Dabei setzen Kreisverwaltung und Kreistag auf das Wissen der im Kreis ansässigen Fachleute, die sich schon seit Jahren um die Förderung des Tourismus Gedanken machen und die nun ein Konzept erarbeiten sollen, mit dem Politiker und Wirtschaft Handlungsempfehlungen bekommen. Moderiert werden soll der Prozess von Mitarbeitern des Münchner Büros "Futour", die schon seit vielen Jahren die touristische Entwicklung in den verschiedensten Ferienregionen Deutschlands begleiten.

Der Verwaltungsausschuss vergab in seiner jüngsten Sitzung den Auftrag (Volumen: 25 000 Euro), nachdem sich zuvor drei Büros den Kreispolitikern und den Mitgliedern der von der Verwaltung eingesetzten Lenkungsgruppe vorgestellt hatten. Finanziert wird der auf ein gutes halbes Jahr angelegte Prozess über einen Zuschuss der Kreissparkasse Göppingen. Die Entwicklung des Tourismus im Landkreis gilt als "Leuchtturmprojekt".

Fachleute sehen gute Chancen, Urlauber in den Kreis zu holen. Als Pluspunkte gelten die gute Verkehrsanbindung des Landkreises ( Autobahn, Bundesstraßen, Eisenbahn und Flugzeug), die vom Albtrauf und den Streuobstwiesen geprägte Landschaft, die Bäderorte und die Geschichte und das kulturelle Angebot. Minuspunkte sind dagegen fehlende Unterkunftsmöglichkeiten für Gäste, eine zu wenig auf Urlauberbedürfnisse abgestimmte Infrastruktur, kaum buchbare Angebote sowie fehlende Freizeiteinrichtungen und Unterhaltungsmöglichkeiten. Nicht geklärt ist bislang auch, ob der Kreis bei der touristischen Entwicklung auf den Naherholer oder den Langzeitgast setzen soll. Auch auf diese Frage soll das zu erarbeitende Tourismuskonzept eine Antwort geben.

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