UMFRAGE: Dickmacher besteuern?

Fastfood ist ungesund - undbillig. Die Uno setzt sich nun dafür ein, dass Chips und Co. stärker besteuert werden sollen. Passanten äußern sich dazu.

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Hält nichts davon, wenn die Politik den Markt reguliert: Uwe Schwalm.

"Ich halte nichts von marktregulierenden Maßnahmen durch die Politik", beurteilt der Göppinger Uwe Schwalm den Vorschlag, die Preise für Fastfood anzuheben. Der Markt müsse durch den Verbraucher reguliert werden. "Die Besteuerung des Co2-Ausstoßes von Fahrzeugen hat gezeigt, dass es die Menschen nicht zum Umdenken bringt", meint der 53-jährige Lehrer und fährt fort: "Gute und gesunde Ernährung sollte für uns einen Wert darstellen. Das heißt, wir müssen nachfolgende Generationen dazu erziehen, dass es sich lohnt, für mehr Qualität auch einen höheren Preis in Kauf zu nehmen. Der Markt muss durch die Verbraucher reguliert werden," sagt er.

Dass sich auch jüngere Menschen darüber Gedanken machen, zeigt die Birenbacherin Verena Zorn. "Du bist was du isst, so falsch ist der Satz gar nicht", sagt die 21 Jahre alte Kosmetikerin und hält die Extrasteuer auf Ungesundes, ebenfalls für eine gute Idee. "Viel zu viele Menschen leiden an Übergewicht, weil sie sich nicht richtig ernähren. Vielleicht wird das Problem dadurch ein bisschen gemildert."

Ähnlicher Ansicht ist auch Monika Nuding aus Göppingen. Die 46-jährige hält die Idee der Besteuerung prinzipiell für gut. "Ich wäre dafür, dass man die Steuereinnahmen dann dafür verwendet, um etwa den Anbau biologischer Lebensmitteln zu unterstützen und somit bezahlbarer zu machen." Dennoch bedauert sie es, dass der Staat eingreifen müsse. "So etwas sollte doch eigentlich Sache des gesunden Menschenverstandes sein", sagt sie und ergänzt: "Wenn es eher die Seltenheit darstellt, sollte man sich trotzdem ab und an etwas gönnen dürfen."

Etwas strenger beäugt der Rentner Alfred Reik das Thema. "Die Zusatzsteuern für Fastfood halte ich für absolut nötig", sagt der 78-jährige Göppinger, der zusammen mit seiner Frau auf eine fettarme und gesunde Ernährungsweise achtet. Gerade die Limonade Coca Cola hält er für ein echtes Problem: "Die gibt es mittlerweile überall auf der Welt - manche trinken nichts anderes mehr, obwohl sie mehr als ungesund ist", klagt er. Die Besteuerung solle dann in allen UN-Mitgliedsstaaten erhoben werden.

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