Umbau des kleinen Göppinger Zoos kostet über 100.000 Euro

Was wird neu und wo muss nach dem Bebauungsplan der Stadtverwaltung Göppingen nachgebessert werden? Beim Infotag des Tierparks Göppingen erfuhr das die interessierte Besucherschar.

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  • Die Besucher des Göppinger Tierparks konnten sich über die Baumaßnahmen informieren und auch das Dromedar füttern. 1/2
    Die Besucher des Göppinger Tierparks konnten sich über die Baumaßnahmen informieren und auch das Dromedar füttern.
  • Heiko Eger vom Göppinger Tierpark erläuterte den Besuchern den Plan und die Umbaumaßnahmen. 2/2
    Heiko Eger vom Göppinger Tierpark erläuterte den Besuchern den Plan und die Umbaumaßnahmen. Foto: 
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„Mama, guck mal, der frisst mir aus der Hand“, der sechsjährige Luca ist begeistert, als das hellbraune Minipony die Leckerlis vorsichtig mit der warmen Schnauze nimmt. Etwas weiter sorgen die Javaneraffen mit ihren flinken Turnübungen für Gelächter vor dem Käfig. Im  kleinen Göppinger Zoo tummelten sich am Sonntag viele Familien mit Kindern. Doch nicht nur der Spaß und das Staunen über die Tiervielfalt lockte, es gab auch Informationen des Vorsitzenden des Tierpark-Trägervereins Heiko Eger. Anhand der ausgehängten Architektenpläne erläuterte er, was sich in naher Zukunft verändern wird. Nach langem Rechtsstreit zwischen dem Trägerverein und einer Anwohnerin entschied der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Mannheim, dass der Park an seinem Standort bleiben darf.

Soweit so gut, doch es gibt Auflagen, denn die Gebäude, die nicht innerhalb des Bebauungsplanes liegen, müssen abgerissen werden. Weil der Verlauf des Sterzenbaches um den Tierpark  herum gelegt werden muss, muss das Kassenhäuschen im Eingangsbereich um 1, 40 Meter nach innen versetzt werden. Um dies zu bewerkstelligen, ist es erforderlich, auch das stählerne Rolltor nach innen zu verlegen. Um den dafür erforderlichen Platz zu gewinnen, sollen zwei über 50 Jahre alte über zwölf Meter hohe Thujen gefällt werden. „Das tut schon weh“, bedauert Heiko Eger, der seit 25 Jahren dem Verein vorsteht und sich seit 37 Jahren mit Herzblut für den Tierpark engagiert.

Doch diese Vorschrift ist nicht die Einzige: Ein Stück Grünfläche komme zwar künftig hinzu, doch im Gegenzug müssen andere Ställe weichen und eine Brücke gebaut werden. „Ein rollstuhlgerechter Weg zu den Toiletten und zur Tierpark-Gaststätte muss innerhalb von zwei Jahren gebaut werden“, berichtet der Zoo-Chef. „Wir freuen uns zwar, dass wir endlich im grünen Bereich sind aufgrund des Bebauungsplanes, doch jetzt kommt die dicke Kröte, die wir nun schlucken müssen“. Keine Frage, die Umsetzung der erforderlichen Baumaßnahmen kostet Geld, viel Geld für den 330 Mitglieder starken Verein. „Rund 100.000 Euro müssen wir wohl investieren“, so der Zoo-Chef.

Doch bevor mit dem Umbau begonnen werden kann, muss die Stadt „grünes Licht“ geben. „Es wird sich wohl eine Weile hinziehen, bis die Stadt das Baugesuch bewilligt“, so Heiko Eger, dennoch ist er zuversichtlich, alle Vorgaben gemeinsam mit seinem Team erfüllen zu können. Während die Vereins-Verantwortlichen, die sich unermüdlich für den Zoo einsetzen, mit den Gedanken schon in der Zukunft weilen, bringen die Weißbüschelaffen, die Walachenschafe nebst den Flamingos mit ihrem leuchtend-orangen Gefieder und die majestätischen Dromedare mit ihrer unbedarften Art die Kinderaugen zum Leuchten.

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