Trauer um Kreisverbandsdirigent Bruno Milder

Ein großes Musikerherz hat aufgehört zu schlagen. Die Volks- und Blasmusikszene trauert um den Blasmusik-Kreisverbandsdirigenten Bruno Milder.

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Bruno Milder ist am Samstag im Alter von 63 Jahren gestorben.

Bruno Milder hat Maßstäbe gesetzt. Er war Musiker, Dirigent, Dozent bei den D-Lehrgängen des Kreisverbandes und Datenverarbeitungs-Beauftragter. Die gesellschaftspolitische Funktion von Vereinen auf örtlicher Ebene hat er früh erkannt und sein Leben den musikinteressierten Menschen gewidmet. Am Samstag ist er im Alter von 63 Jahren gestorben. Seine persönliche Faszination für die Blasmusik beschrieb er so: "Sie ist so unglaublich facettenreich und Musik kann man in jedem Lebensalter ausüben."

Die Integration zwischen den Generationen in einem gemeinsamen Hobby, das imponierte Bruno Milder, der sich auch maßgeblich in die Organisation für das NWZ-Blasmusikfestival einbrachte. Mit Begeisterung und Leidenschaft stand er jahrzehntelang am Dirigentenpult und formte seine Orchester. Geschätzt wurde auch sein technisches Fachwissen bei den Wertungs- und Jugendwertungsspielen auf Kreisebene, deren organisatorische Leitung ihm oblag. Der gelernte Fernmeldetechniker widmete sich mit Enthusiasmus der korrekten Präsentation des Kreisverbandes. Doch das Dirigieren war sein Hauptinteresse.

Als zehnjähriger Junge begann Bruno Milder seine musikalische Laufbahn auf der Klarinette in seinem Heimatort Böhmenkirch. Ein langer Weg musikalischer Stationen folgte. Den Taktstock führte er im örtlichen Musikverein von 1974 bis 1985. Bei Studien, Seminaren und Kursen erwarb er sich neben dem Titel Diplom-Dirigent enormes Wissen und Können. Dies umzusetzen verstand der praxisorientierte Bruno Milder hervorragend.

Beim Musikverein Uhingen gab er von 1986 bis 2003 den Ton an, parallel dazu leitete er seit 1997 den Musikverein Wangen. 1987 übernahm er, nach siebenjähriger Stellvertreterposition, das Amt des Kreisverbandsdirigenten von Manfred Engler. Bruno Milder verströmte sympathische Autorität und erfüllte seine Funktion stets mit Herzblut. Ohne Paukenschläge und ohne viel Aufhebens um seine Person überzeugte der Vollblutmusiker durch fachliches Können.

Als unermüdlicher Fürsprecher der Jugend engagierte er sich für die Förderung des musikalischen Nachwuchses. Seit 1977 gehörte er ununterbrochen zum Dozententeam bei den D-Lehrgängen des Kreisverbandes und unterrichtete im Ausbildungslager Lichteneck junge Talente. Mit der Dirigentennadel in Gold (2002) und der Verdienstmedaille "Pur le merites" des Internationalen Europäischen Blasmusikverbandes CISM (2007) wurde Bruno Milder für seine vielfältigen Aktivitäten ausgezeichnet.

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