Tiere locken Besucher

Der "Göppinger Zoo" wurde schon vor 50 Jahren gern besucht. Nicht nur heimische Tiere bewohnten den Tierpark, auch Exoten bereicherten die Vielfalt. Über 10 000 Besucher bestaunten damals die 60 Tiere.

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Aller Anfang ist bekanntlich schwer, so auch der vom Tierpark Göppingen. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der Verein "Aquarium e.V. - Tierpark" eine Menge Zeit und Geld in sein Projekt investiert. Vor 50 Jahren konnten die Besucher 60 Tiere betrachten. Hinzu kamen zahlreiche Fisch- und Vogelarten. Mit einer Aquariumausstellung begann nach dem Krieg das Projekt Tierpark. Einige wenige Tiere, dazu zählten Füchse, Dachse und Bussarde, waren das einzige Aufgebot, um Besucher zu erfreuen. Das Angebot, einen "Zoo" im Filstal zu haben, fand aber damals schon großen Anklang und ließ auch die Mitgliederanzahl im Verein ansteigen. Mit den Mitgliedsbeiträgen und den Eintrittsgeldern konnte der Tierpark weiter ausgebaut werden. So wurden auch größere und wertvollere Tiere gekauft. Die 130 Mitglieder gaben sich damals aber nicht damit zufrieden und planten weiter.

Der ehemalige Vorsitzende Oberstudienrat Dr. Pfeffer bemühte sich damals um einen größeren und besseren Platz. Die Verhandlungen mit der Stadt blieben aber in der Schwebe. So mussten Aus- und Umbauten immer wieder warten. Arbeit gab es indes immer, auch im Winter, wo der Besucherandrang gering war. Bis auf wenige Tiere hielten sich von 50 Jahren alle, trotz Kälte, gern draußen auf, anstatt im warmen und trockenen Stall zu verweilen. Manche sogar, wie zum Beispiel die Shetland-Ponys, badeten sogar vergnügt im eiskalten Wasser.

Die Idee war damals, einen der beiden vorhandenen Teiche zuzuschütten um so ein Auslaufgehege für die Axishirsche zu schaffen. Um den Bach im Tierpark besser einzufassen und eventuell den Aquariumraum unterirdisch verlegen zu können, betonierte man den zweiten Teich aus.

Die vielen exotischen Tiere waren vor 50 Jahren etwas Besonderes. Die Vielfalt reichte von Affen aus Indien und Arabien über Artverwandte der Lamas aus Südamerika und Asien. "Dass ein Zoo wichtig ist, besonders für die Jugend, ist in Neumünster und Neuenkirchen zu sehen. Göppingen brauchte dazu länger", hieß es in einem Beitrag vor 50 Jahren in der NWZ.

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